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Podiumsdiskussion: Der Jemen-Krieg - Wege aus der Ohnmacht der Weltgemeinschaft

5. März 2018, 18:30–20:00 Uhr
Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8, 10117 Berlin

Im Jemen spielt sich derzeit eine verheerende humanitäre Katastrophe ab, die in den internationalen Medien kaum Beachtung findet. Nach 2,5 Jahren Krieg ist der jemenitische Staat de facto zusammengebrochen – die staatliche Infrastruktur, Straßen, Häfen, Krankenhäuser und Schulen sind zerstört. Verstörende Zahlen belegen die Dramatik: 10.000 Menschen kostete der Krieg das Leben, in zunehmender Zahl auch Zivilisten, 18 der 27 Millionen Jemeniten/innen hängen von humanitärer Hilfe ab und sieben Millionen Menschen sind akut von einer Hungersnot bedroht. Der weltweit größte Choleraausbruch verschärft die Krise. Rund 600.000 Menschen sind seit April erkrankt, mindestens 2.100 an den Folgen gestorben.

An diesem Diskussionsabend bieten die Teilnehmenden des Podiums einen Überblick über die unübersichtliche Akteurs- und Interessenlage des Konflikts im Jemen. Wer kämpft eigentlich gegen wen und warum? Handelt es sich tatsächlich, wie oft suggeriert, um einen Stellvertreterkrieg? In welchem Maße unterstützt der Iran die Huthis? Wie wirken amerikanische und deutsche Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien auf den Konflikt? Unsere Gäste geben zunächst einen Überblick über die aktuellen Konfliktdynamiken. In einem zweiten Teil diskutieren sie Handlungsoptionen, mit Fokus auf die mögliche Rolle der künftigen deutschen Bundesregierung.

Mit:
Omid Nouripour, MdB, langjähriger Außen- und Sicherheitsexperte, Bündnis 90/Die Grünen
Rasha Jarhum, jemenitische Menschenrechtsaktivistin und Research Fellow, American University of Beirut
Michael Ohnmacht, Leiter des Referates Mittlerer Osten, Auswärtigen Amt
Mareike Transfeld, Jemen-Expertin, Berlin Graduate School Muslim Cultures and Societies
Dr. Oliver Wils, Berghof Stiftung*

Moderation: Fiona Ehlers, Redakteurin DER SPIEGEL

Weitere Information finden Sie hier.

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