DAFG, Kultur, Bildung & Wissenschaft

Auftakt Musikreihe "al musiqa"

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DAI-DAFG Reihe: Vortrag mit Dr. Philipp von Rummel

Wie lässt sich die komplexe Geschichte der bedeutenden archäologischen Stätte Simitthus (Chimtou) in Tunesien

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Hidden Histories: Palestine and the Eastern Mediterranean

Palästina und das östliche Mittelmeer weisen eine jahrtausendealte Geschichte auf, um deren Definitionsmacht in

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DAI-DAFG Reihe: Vortrag mit Dr. Alexander Ahrens

Auf 18 Kilometer Länge überwindet das in Jordanien gelegene Wadi Shuaib 1200 m Höhenunterschied und durchläuft mehrere

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DAFG, Politik

3. German-Arab Gulf Dialogue on Security and Cooperation

Bereits zum dritten Mal veranstalteten die DAFG – Deutsch-Arabische Freundschaftsgesellschaft e.V. und die

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DAFG

Mitgliederversammlung mit Festredner Martin Schulz

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Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen bedeuten nach wie vor große Herausforderungen. Im Rahmen der diesjährigen Mitgliederversammlung am 2. März 2021 konnte die DAFG – Deutsch-Arabische Freundschaftsgesellschaft e.V. allerdings dennoch auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2020 zurückblicken. Pandemiebedingt fand die Veranstaltung virtuell statt. Der Einladung des Vereins waren zahlreiche DAFG-Mitglieder und Botschafter der arabischen Staaten gefolgt. Auf der Tagesordnung stand – neben einem Rückblick auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres – die Entlastung des Vorstands. Höhepunkt des Abends war die Festrede von Martin Schulz MdB, Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung und langjähriger SPD-Spitzenpolitiker.

Ansprechendes Programm trotz der COVID-19-Pandemie

DAFG-Präsident Dr. Otto Wiesheu begann die Mitgliederversammlung mit einem Rückblick auf das  ereignisreiche und in dieser Form nicht nur in der Historie des Vereins einzigartige Jahr 2020 und ging dabei vor allem auf die Folgen der COVID-19-Pandemie für die Arbeit der DAFG e.V. ein. Von Hintergrundgesprächen über Vorträge, Sprachkurse und Konferenzen – nahezu sämtliche Aktivitäten und Veranstaltungen habe man erfolgreich in den virtuellen Raum verlagern können. Zwar sei das Fehlen des so wichtigen Faktors des direkten persönlichen und informellen Austausches vor und nach den Veranstaltungen sehr deutlich geworden, doch biete das Format der Online-Veranstaltungen durchaus auch Vorteile und eröffne neue Möglichkeiten. So habe man unter anderem zahlreiche hochkarätige Rednerinnen und Redner aus der arabischen Welt gewinnen und insgesamt ein sehr ansprechendes Programm anbieten können. Hervorzuheben sei insbesondere die erfolgreiche Fortsetzung des mit der Konferenz „German-Arab Gulf Dialogue on Security and Cooperation“ im Jahr 2019 begonnen Dialogs zu den Themengebieten wirtschaftliche und außenpolitische Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den arabischen Golf-Staaten. Die in Kooperation mit der Bundesakademie für Sicherheitspolitik (BAKS) und dem Generalsekretariat des Gulf Cooperation Council (GCC) virtuell ausgerichtete Konferenz am 2. November 2020 brachte erneut eine große Anzahl von Entscheidungsträger*innen aus Politik und Wirtschaft mit Expert*innen und Wissenschaftler*innen aus Deutschland und der Golfregion zusammen und ermöglichte einen lebendigen und vertraulichen Austausch. Darüber hinaus sei die DAFG e.V. mit einer Vielzahl von Veranstaltungen in den Arbeitsbereichen Politik, Wirtschaft, Kultur, Bildung und Wissenschaft erneut ihrem ganzheitlichen Ansatz gerecht geworden. Als weitere Highlights hob Dr. Wiesheu die Vortragsreihen „Einblicke – Berliner Museen stellen sich vor" und „Archäologie und Kulturerbe in der arabischen Welt“, in Kooperation mit dem Deutschen Archäologischen Institut, sowie den Ausbau des Sprachkursangebotes hervor. Insgesamt sei es beachtlich, dass der Verein trotz aller pandemiebedingten Einschränkungen ein solch vielfältiges Programm auf die Beine stellen konnte.    

Da S.E. Dr. Mustapha Adib, Botschafter der Libanesischen Republik und Doyen des Rates der Arabischen Botschafter, aus persönlichen Gründen leider kurzfristig nicht teilnehmen konnte, hielt an seiner Stelle Hazem Ebrahim, Geschäftsträger a.i. der Mission der Liga der Arabischen Staaten, ein kurzes Grußwort, in dem er der DAFG e.V. für die hervorragende Zusammenarbeit dankte.

Festredner Schulz wirbt für Vertiefung von Austausch und Dialog

Anschließend begrüßte Dr. Wiesheu den Vorsitzenden der FES und diesjährigen Ehrengast und Festredner der Mitgliederversammlung, Martin Schulz. In seiner Rede beleuchtete dieser die Beziehungen zwischen Deutschland und der arabischen Welt und unterstrich dabei insbesondere die Notwendigkeit, durch einen ganzheitlichen Ansatz, der neben den wirtschaftlichen auch die politische und kulturelle Ebene umfassen müsse, gegenseitiges Verständnis zu fördern und verstärkt in einen Dialog auf Augenhöhe zu treten. In einer von ständigen Veränderungen und volatilen Vernetzungen geprägten Welt komme den arabischen Staaten eine immer wichtigere geostrategische Bedeutung zu. Er sehe die Aufgabe und das Ziel von sowohl der FES als auch der DAFG e.V. darin, den Stellenwert der arabischen Welt in Deutschland und innerhalb der EU zu erhöhen und mehr Dialog zu wagen. Dabei gehe es vor allem auch darum, die bereits ausgeprägten wirtschaftlichen Beziehungen in einen breiteren Kontext zu stellen und auch politischen Dialog und kulturellen Austausch verstärkt zu fördern. Insbesondere vor dem Hintergrund der sich seit Jahren zunehmend politisierenden Beziehungen und der daraus resultierenden Demagogie und Konfrontation, bsw. im religiösen Kontext, komme der politischen und kulturellen Ebene eine zentrale Rolle zur Förderung des gegenseitigen Verständnisses zu. Der Debattenraum dürfe nicht radikalen Kräften überlassen werden. Mit ihrem multidimensionalen Ansatz und insbesondere auch durch die langjährige Arbeit im Kultursektor leiste die DAFG e.V. seit Jahren einen wichtigen Beitrag.

Auch auf dem Feld der Diplomatie sei der Kontakt zu den Staaten der arabischen Welt viel zu lange vernachlässigt worden. Ein nachbarschaftlicher Dialog und nachhaltige Zusammenarbeit sei allerdings in den heutigen Zeiten mehr denn je unabdingbar. Zwar gelte es, die Förderung von rechtsstaatlichen Strukturen und sozialer Gerechtigkeit als zentrale Anliegen zu betrachten, doch sei es in diesem Kontext gefährlich, das europäische Gesellschaftsmodell als generellen Standard zu betrachten und als Grundlage für jedwede Form des Austausches anzuführen. Dies führe zu Sprachlosigkeit anstatt Dialog. Umso bedeutender sei auch vor diesem Hintergrund der kulturelle Austausch.

Abschließend unterstrich Schulz seinen Aufruf zu Stärkung des Dialogs mit dem Verweis auf seine Auseinandersetzung mit dem islamischen Mystiker Dschalal ad-Din Rumi, dessen Zitat, „Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort, an dem treffen wir uns“, als programmatische Botschaft und gemeinsamer Ansatzpunkt für die geplante künftige Zusammenarbeit von FES und DAFG e.V. stehen könne. Dr. Wiesheu dankte daraufhin Herrn Schulz für seine gehaltvolle Rede, die einmal mehr die Bedeutung  der Stärkung des gemeinsamen Verständnisses auf verschiedenen Ebenen deutlich gemacht habe – ein Ansatz, der der Leitlinie der DAFG e.V. entspreche.

Im anschließenden formellen Teil der Mitgliederversammlung wurden die Rechenschaftsberichte zu den einzelnen Arbeitsfeldern von DAFG-Präsident Dr. Otto Wiesheu und den Vizepräsidenten Houssam Maarouf, Prof. Randolf Rodenstock und Prof. Dr. Claus-Peter Haase vorgestellt, welche ausführliche Einblicke in die Aktivitäten innerhalb der vier DAFG-Arbeitsfelder im Jahr 2020 gaben. In der Folge führte DAFG-Schatzmeister Dr. Harald Marquardt durch den Finanzbericht, ehe der Vorstand durch die Mitgliederversammlung einstimmig entlastet wurde. Abschließend gab es noch die Möglichkeit für die Mitgliedschaft, Fragen und Anregungen an den Vorstand zu richten und sich auszutauschen.

 

 

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Ausstellung: "The Last Thing That Remains"

23. September 2021, 19:00 Uhr (Ausstellungseröffnung)
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