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DAFG-Neujahrsempfang 2019

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Am 31. Januar 2019 durfte die DAFG – Deutsch-Arabische Freundschaftsgesellschaft e.V. über 150 geladene Gäste zum Neujahrsempfang im Ludwig Erhard Haus, u.a. Sitz der IHK Berlin, begrüßen. Zahlreiche DAFG-Mitglieder und Freunde, Botschafter und Diplomaten arabischer Länder, Kooperationspartner sowie Vertreter aus den Bereichen Wirtschaft, Politik und Wissenschaft waren der Einladung gefolgt. Diesjähriger Ehrengast war der Bundestagsabgeordnete Dr. Johann Wadephul, der in seiner Festrede eine Standortbestimmung der deutsch-arabischen Beziehungen lieferte. Dr. Wadephul ist stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Auswärtiges und Verteidigung. Außerdem ist er zurzeit als stellvertretendes Mitglied im Auswärtigen Ausschuss und im Verteidigungsausschuss tätig und war in der letzten Legislaturperiode Berichterstatter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zum Nahen Osten.

Zu Beginn eröffnete DAFG-Präsident Dr. Otto Wiesheu den Neujahrsempfang und betonte in seinem Grußwort, dass es ihm eine persönliche Freude sei, Dr. Wadephul als Ehrengast vorstellen zu dürfen. Außerdem betonte Dr. Wiesheu, dass die DAFG e.V. seit der Gründung im Jahr 2007 dank einer intensiven Pflege der wirtschaftlichen und politischen Kontakte kontinuierlich zu der Stärkung der deutsch-arabischen Beziehungen beitrage. Hervorgehoben wurde auch, dass beide Seiten stets voneinander lernen könnten und ein gegenseitiger Respekt für Geschichte, Kultur und Philosophie unerlässlich sei.

Deutschland als enger und verlässlicher Partner für die arabischen Staaten

Zu Beginn seiner Rede hob Dr. Johann Wadephul hervor, dass der Ausbau der Beziehungen zu allen arabischen Ländern von großer Bedeutung sei. Daraufhin thematisierte er die Außenpolitik Deutschlands, welche zum einen europäischer, aber zugleich auch transatlantischer werden solle.  In Bezug auf die transatlantische Politik ständen Deutschland und die arabischen Länder gemeinsam vor einer großen Herausforderung, da sich die Frage stelle, wie auf die USA unter der Führung des Präsidenten Donald Trump reagiert werden sollte. Eine Antwort darauf sehe Dr. Wadephul in starken Partnerschaften zwischen den arabischen Staaten und Deutschland. Dabei betonte er, dass Deutschland ein enger und verlässlicher Partner für die arabischen Länder sei und es auch in Zukunft bleiben werde.

2019 als richtungsweisendes Jahr

Im Anschluss ging Dr. Wadephul auf verschiedene Problemzonen und mögliche Lösungsansätze in der MENA-Region ein.  Momentan herrsche eine politische Dynamik wie noch nie zuvor. Daher sei es unumgänglich weiterhin daran zu arbeiten, eine friedliche Lösung für die Konflikte in Syrien und im Jemen zu finden.
Er bezeichnete den Abzug der US-Soldaten aus Syrien als Überraschung, welche 2019 zu einem richtungsweisenden Jahr in der Syrien-Krise mache. Zudem dürfe nicht vergessen werden, dass der IS zwar eingedämmt, aber keinesfalls besiegt sei. Außerdem hob er hervor, dass es in der Verantwortung Deutschlands liege, sich bei der Lösungsfindung einzubringen. Auch die UN spiele eine maßgebliche Rolle bei den Friedensprozessen.  
Ein weiterer wichtiger Punkt sei die Rolle des Irans. Der Iran sei verpflichtet verantwortungsvollere Entscheidungen zu treffen und müsse konstruktiver und stabilisierender in der MENA-Region agieren.
Auch Israel und den Nahost-Konflikt dürfte man nicht aus den Augen verlieren. Dabei habe Deutschland aufgrund des Holocausts eine besondere Verantwortung für Israel. Dr. Wadephul verdeutlichte aber auch, dass Deutschland nicht alles tolerieren könne und ein konstruktiver Ansatz erforderlich sei. Deutschland stehe hier weiterhin hinter der Zwei-Staaten-Lösung.

Respekt und Freundschaft gefragt wie nie zuvor

Zum Abschluss kam Dr. Johann Wadephul auch auf den Koalitionsvertrag zu sprechen, der ein freundschaftliches Verhältnis und  gute Beziehungen auf politischer, wirtschaftlicher und kultureller Ebene zu der MENA-Region voraussetze. In diesem Kontext sei auch eine sicherheitspolitische Leistung Deutschlands ein Muss.
Von Bedeutung für die deutsch-arabischen Beziehungen sei ein Mehr an Austausch, wobei Deutschland bereit sei diesen zu führen. Gefragt sei allerdings die Unterstützung von allen Beteiligten. Abschließend erklärte Dr. Wadephul, dass man auch in Blick auf die kommenden Jahre vor großen Herausforderungen stehe und daher noch viel zu tun sei. Auf diesem gemeinsamen Weg seien Respekt und Freundschaft notwendig für eine erfolgreiche Kooperation.

Nach dem offiziellen Teil des Neujahrstreffens lud die DAFG e.V. zu einem Empfang ein, bei dem die Gäste die Gelegenheit hatten sich untereinander auszutauschen.

 

Raphaela Hüdig

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