DAFG, Politik

Die Konrad-Adenauer-Stiftung mit einer Delegation jordanischer Nachwuchskräfte zu Gast bei der DAFG

Im Rahmen des „Dialogue Programme“ der Konrad-Adenauer-Stiftung, das unter dem Motto „Germany and Jordan: Between Crises

 ...
DAFG, Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Gemeinsame Delegation von UBW – Unternehmer Baden-Württemberg, Südwestmetall und DAFG e. V.: Saudi-Arabien und VAE

 Riad, Dubai, Abu Dhabi: 21. bis 26. April 2024

Angesichts globaler Herausforderungen, wie dem Gaza-Krieg und

 ...
DAFG

Mitgliederversammlung und Empfang 2024

Am 18. März 2024 fand die Mitgliederversammlung der DAFG – Deutsch-Arabische Freundschaftsgesellschaft e. V. mit einem

 ...
DAFG, Wirtschaftliche Zusammenarbeit

MENA: Mapping EU‘s Near Shore

Am 6.3.2024 organisierte die DAFG – Deutsch-Arabische Freundschaftsgesellschaft e.V. in Kooperation mit der Bertelsmann

 ...
DAFG, Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Staatsfonds (SWFs) aus der MENA-Region und ihre Sicht auf Investitionsmöglichkeiten in Deutschland

Die arabischen Golfstaaten, wie z. B. Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate, befinden sich in

 ...
DAFG, Politik

Inside Palestine – Report zum Gaza-Konflikt

1 von 12

2013 jährte sich das erste Rahmenabkommen im Oslo-Friedensprozess, auch genannt Oslo I, zum zwanzigsten Mal. Der jüngste Initiative von US-Außenminister John Kerry zur Wiederaufnahme von Verhandlungen war kein Erfolg beschieden. Stattdessen brach im Juli 2014, wie so oft in den Jahren zuvor, eine erneute militärische Auseinandersetzung in und um Gaza los. Angesichts dessen und immer wieder scheiternden Versuchen zur Wiederaufnahme von Gesprächen, stellt sich mehr und mehr die grundsätzliche Frage, ob eine friedliche Lösung des Konfliktes möglich ist. Im Rahmen der DAFG-Reihe "Is Peace possible in the Middle East?" betrachtete Adil Yayha, Co-Gründer und Direktor der Palestinian Association for Cultural Exchange (PACE) die letzten Entwicklungen aus palästinensicher Perspektive. Sein Vortrag "Inside Palestine –a report on the current situation of the Palestinian-Israeli conflict" richtete den Blick auf die Herausforderungen und Möglichkeiten, die sich in nächster Zeit stellen. Die Veranstaltung fand am 16. September 2014 in der Berliner Geschäftsstelle der DAFG – Deutsch-Arabische Freundschaftsgesellschaft e.V. statt. Nach der Begrüßung durch Geschäftsführer Jürgen Steltzer, führte Heiko Flottau, ehemaliger Korrespondent der Süddeutschen Zeitung im Nahen Osten und persönlicher Freund des Vortragenden, durch den Abend.

„Die Besatzung ist in jedem Aspekt unseres täglichen Lebens präsent.“

"Ist eine Lösung möglich? Das ist die Frage, die wir alle stellen", leitete Yayha ein. Rückblickend hätten auch die bald 21 Jahre des Oslo-Prozesses keine elementaren Fortschritte gebracht: Die Besatzung und die Siedlungsprogramme der israelischen Regierung seien nach wie vor der Status quo. Im Gegenteil: Die militärische Präsens der Israelis in der West Bank empfinde er als immer intensiver. „Es ist nahezu unmöglich, sich in der West Bank zu bewegen, ohne in einen Check Point zu geraten.“ Zudem habe der Ausbau der Siedlungsprojekte seit den 90er Jahren beständig zugenommen. In einer solchen Situation der Segregation sei die Bewahrung des kulturellen Erbes sehr schwer. Als Palästinenser fühle er sich „nie wirklich von Israel akzeptiert“. Eine Begegnung in gegenseitiger Souveränität sei jedoch unabdinglich für progressive Verhandlungen.

Stetiger Kreislauf der Gewalt

Die gegenwärtige Auseinandersetzung um Gaza bezeichnete er als „foolish“. Mit der Militäroperation Protecting Edge habe Israel weniger direkt auf Gaza, als auf eine Stärkung des eigenen Machteinflusses in der West Bank gezielt, führte Yayha aus. Der Dauerzustand aus sich abwechselnden Perioden von Kampf und Waffenstillstand sei zur Norm geworden: 2002, 2006, 2008, 2012 – Die Gewalt käme nicht wirklich zur Ruhe und trete in Zyklen auf. Durch den extrem gedrängten Lebensraum im Gaza-Streifen nehme die Zerstörungskraft von (Luft-) Angriffen besonders zu. Der palästinensische Widerstand könne militärisch jedoch nicht gebrochen werden, stattdessen bringe der Konflikt auf beiden Seiten immer wieder neue Generationen hervor, die in einem Klima der fortdauernden Konfrontation aufwachsen.

„Das Ende der Besatzung ist die einzig akzeptable Perspektive“

Eine mögliche Lösung könne nur im Ende der Besatzung liegen. Wirkliche Verhandlungs- und Kompromissbereitschaft seien dafür die Voraussetzung. Bleibe eine sichtbare Annäherung weiterhin aus, dürften künftige Auseinandersetzungen, auch mit Blick auf die beidseitige Aufrüstung, immer brutaler werden. „Die Alternative ist erschreckend.“ Trotz der hohen Opferzahlen und der militärischen Asymetrie sei seine Einschätzung, dass die Palästinenser sich durch den Krieg ihren Zielen näher sehen als zuvor. Auch die Europäische Union nahm Yahya in die Verantwortung: „Der Nahe Osten ist der Hinterhof von Europa.“ Auf der internationalen Ebene sieht Yayha nur in der Druckausübung auf Israel eine mögliche Perspektive, die „Wege öffnen könnte“. 

Termine

Februar 2023
29 30 01 02 03 04 05
06 07 08 09 10 11 12
13 14 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 01 02 03 04 05
Februar 2023
29 30 01 02 03 04 05
06 07 08 10 11 12
13 14 15 16 18
20 21 22 23 24 25
27 28 01 02 03 04 05

Keine Artikel in dieser Ansicht.

Cairo, Egypt

Egypt-EU Investment Conference 2024

June 29th - 30th 2024,
Al Manara Conference Center Cairo, Egypt​

Under the auspices of H.E. Abdel

 ...