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Erste gemeinsame Veranstaltung von DAFG e.V. und Carnegie Endowment for International Peace

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v.l.n.r. Marcel Pott, Marina Ottaway, Sawsan Chebli, Guido Steinberg

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe der DAFG „Ist Frieden im Nahen Osten möglich“ fand am 4. März 2009 in Kooperation mit der US-amerikanischen Expertengruppe der Carnegie Endowment for International Peace eine Podiumsdiskussion zu dem Thema „Gulf Countries as Catalysts – Prospects for the Arab Peace Initiative" statt.

Die Veranstaltung wurde von DAFG-Präsident Dr. Otto Wiesheu eröffnet. Dieser berichtete kurz von seinen Eindrücken bei einer Reise nach Palästina und Israel Ende 2008. Dr. Wiesheu betonte mit Blick auf die Geberkonferenz am 2. März in Ägypten zum Wiederaufbau des Gazastreifens, dass die Milliarden-Beträge für den Wiederaufbau zwar wichtig seien, man aber sicherstellen sollte, dass das, was aufgebaut würde, nicht wieder zerstört werden dürfe.

Fabrice Pothier, Direktor von Carnegie Europa, hob in seiner Begrüßungsrede das gute Timing der Veranstaltung hervor und unterstrich die Bedeutung des Themas für den Nahostfriedensprozess. Er dankte der DAFG für die Kooperationsveranstaltung.

Auf dem Podium diskutierten Marina Ottaway, Director Middle East Program, Carnegie Endowment for International Peace, Marcel Pott, Publizist und Journalist und Guido Steinberg, Referent in der Forschungsgruppe Naher Osten und Afrika, Stiftung Wissenschaft und Politik. Die Diskussion wurde geleitet von Sawsan Chebli, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Deutschen Bundestag und Beiratsmitglied der DAFG.

Ottaway konzentrierte sich in Ihrem Eingangsstatement auf die Rolle der Golfstaaten im Nahostkonflikt, stellte Probleme und Herausforderungen dar und präsentierte dem Publikum Ihre Ansichten von einer konstruktiven Zusammenarbeit zwischen den USA und den Golfstaaten bei der Lösung des Nahostkonfliktes.  

Marcel Pott schilderte in kurzen Zügen die Geschichte der arabischen Friedensinitiative, die eine Weiterentwicklung des Fahd-Plans von 1982 sei. Kritik übte Pott an den arabischen Staaten, die zwar den Plan auf Papier gebracht, jedoch nie Versuche unternommen hätten, die Initiative in die Realität umzusetzen.

Die Beziehungen zwischen Saudi-Arabien und Deutschland standen im Mittelpunkt des Statements von Guido Steinberg. Er betonte, dass es viele gleiche Interessen beider Staaten gäbe, die aktuellen Beziehungen diese jedoch nicht widerspiegelten. Steinberg regte eine engere Kooperation zwischen beiden Ländern an.

Die drei Panelisten betonten, dass alle regionalen Akteure in den Prozess eingebunden und ernst genommen werden müssten. Letztlich waren sich alle Beteiligten einig, dass Europa, die USA und die arabischen Staaten mehr Engagement bei der Lösung des Konfliktes aufbringen sollten.

An der Diskussion nahmen zahlreiche arabische Botschafter und Experten aus Deutschland teil. Die DAFG e.V. und Carnegie Endowment for International Peace planen für die Zukunft weitere gemeinsame Projekte und Veranstaltungen.

Hier finden Sie die Fotos und den Bericht des Carnegie Endowment for International Peace zu der Veranstaltung sowie einen Artikel von Marina Ottaway mit dem Titel "Sharing the Burden in the Middle East".

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