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Internationaler Tag der arabischen Sprache

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Mehr über die arabische Sprache erfahren, die Vielfalt arabischer Kalligraphie entdecken oder in die klassische arabische Musik eintauchen: Das konnte man am 18. Dezember 2020 beim „ Internationalem Tag der arabischen Sprache“, den Das Arabische Haus – Der Divan, die DAFG – Deutsch-Arabische Freundschaftsgesellschaft e.V. und der Verein der Arabischlehrer*innen e.V. gemeinsam als virtuelles Event ausrichteten.

Der Chargé d’Affairs des Staates Qatar, Shafi Al-Hajri, begrüßte in einem kurzen, auf Arabisch gehaltenem Grußwort die Gäste und dankte der DAFG e.V. und dem Verein der Arabischlehrer*innen e.V. für die gelungene Zusammenarbeit. Schon Goethe, so Al-Hajri, sei von der Schönheit der arabischen Sprache und Schrift begeistert gewesen.  Eine Schönheit und Vielfalt, die auch der von der UNESCO 1978 eingeführte „Internationale Tag der arabischen Sprache feiert und für die sich der Staat Katar und das Arabische Haus – Der Divan einsetzt. Der virtuelle „Internationale Tag der arabischen Sprache“ soll Brücken zwischen den Kulturen bauen und die arabische Sprache und Kultur allen Interessierten näherbringen.

Arabisch an deutschen Schulen

Der Leiter des Arabischen Hauses, Dr. Jeremias Kettner, führte durch die weitere Veranstaltung.  Aicha Hamdani, Arabischlehrerin an einer Berliner Waldorf Schule und Vorsitzende des Vereins der Arabischlehrer*innen e.V. gab zunächst einen Einblick in die Situation des Arabischen in Deutschland. Noch werde Arabisch fast ausschließlich an Privatschulen unterrichtet und selten als vollwertiges Fach, sondern meist nur als nachmittägliches Zusatzangebot. Dabei steige das Interesse an Arabisch in Deutschland ständig. Der neugegründete Verband deutscher Arabischlehrer*innen habe es sich daher auch zur Aufgabe gemacht, Schulen und Lehrer zu unterstützen, damit Arabisch flächendeckender als Schulfach Akzeptanz findet. So kooperiere man mit den Universitäten um Lehrpläne und Lehrwerke zu entwickeln und vernetze Arabischlehrer*innen in ganz Deutschland.

Arabische Musik für alle – das Husam Al-Ali Ensemble

Wie auch Schülerinnen und Schüler, die noch wenig Kontakt zur arabischen Sprache haben, neugierig auf die arabische Kultur und Sprache gemacht werden können, demonstrierten dann  zwei Filme des bekannten Berliner Husam Al-Ali Ensembles, die das Ensemble zusammen mit der Qatar Foundation International (QFI) produziert hat. Das Ensemble, dessen Mitglieder aus der ganzen Welt stammen, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die klassisch arabische Musik einem deutschen Publikum nahezubringen.  In den ursprünglich vier Filmen vermitteln die multikulturellen Mitglieder des Husam Al-Ali Ensembles die grundlegenden Elemente klassischer arabischer Musik – von den verschiedensten Ausprägungen in den unterschiedlichen arabischen Ländern bis hin zu den Instrumenten, Rhythmus und Tonsystem.
Die Filme richten sich an alle Interessierte, aber vor allem auch an Musiklehrerinnen und -lehrer, die in ihrem Unterricht arabische Musik behandeln wollen und auf der Suche nach interessantem Unterrichtsmaterial sind.  Auch wenn aus Zeitgründen beim „Tag der Internationalen Sprache“ nur die Filme zur Herkunft und zu Rhythmus der arabischen Musik gezeigt werden konnten, vermittelten sie doch die Faszination arabischer klassischer Musik und machten neugierig auf mehr. Ab 2021 werden die Filme auf einer neugestalteten Webseite des QFI, auf der Lehrerinnen und Lehrer Unterrichtsmaterial finden können, bereitgestellt.

Arabische Kalligraphie – von traditionell bis Kalligraffiti

Den Abschluss des „Internationalen Tags der arabischen Sprache“ bildete der Vortrag des deutsch-libanesischen Kalligraphen und Grafikdesigners Daniel Arab. Geboren in Deutschland, im Libanon aufgewachsen, designt Arab vor allem in schwarz-weiß und verkauft die Produkte mit abstrahierten kalligrafischen Mustern von seinem Weddinger Geschäft in die ganze Welt. Er stellte in seinem Kurzvortrag nicht nur die Geschichte und die Entwicklung der arabischen Kalligraphie von den Anfängen bis hin zu modernen Interpretationen wie dem Action Painting und „Kalligraffitti“ dar, sondern gab auch ganz praktische Tipps für die, die sich an der arabischen Kalligraphie versuchen möchten. Das ist zwar auch ohne Arabischkenntnisse möglich, aber nicht ohne Geduld, denn, so Arab, „Kalligraphie ist die unendliche Suche nach Perfektion.“

Die vielen Zuschauer, die am Internationalen Tag der arabischen Sprache teilnahmen, die vielen Fragen, die die Referenten und Referentinnen beantworteten, demonstrierten eindrucksvoll, dass in Deutschland das Interesse an der arabischen Sprache und Kultur immer mehr zunimmt und die Bedeutung deutsch-arabischer Kulturarbeit und des interkulturellen Austausches damit weiter wächst.




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