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DAFG, Kultur, Bildung & Wissenschaft

DAFG e.V. unterstützt Workshops an Berliner Schule

Von arabischer Kalligrafie bis hin zu arabischer Musik: Am 27. Juni 2024 konnten Schülerinnen und Schüler der neunten

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Zweites Netzwerktreffen der DAFG-Arabischkurse für Lehrkräfte

Arabischkurse speziell für Lehrkräfte und Schulpersonal – das bietet die DAFG – Deutsch -Arabische

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6. German-Arab Gulf Dialogue in Berlin

Am 10.-11. Juni 2024 fand in Berlin der sechste Deutsch-Arabische Golf-Dialog statt, organisiert von der DAFG –

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DAFG, Politik

Konrad-Adenauer-Stiftung mit einer Delegation jordanischer Nachwuchskräfte zu Gast bei der DAFG e.V.

Im Rahmen des „Dialogue Programme“ der Konrad-Adenauer-Stiftung, das unter dem Motto „Germany and Jordan: Between Crises

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DAFG, Politik

Buchvorstellung „Ein Ring aus Feuer“

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In seinem im März 2023 im Deutschen Levante Verlag erschienen Buch „Ein Ring aus Feuer: Wie Europa den Nahen Osten verloren hat und ihn neu gewinnen kann“ gibt Nahost- und Nordafrika-Experte Christian Hanelt detaillierte Einblicke in die Entwicklungen und Umbrüche, verpassten Gelegenheiten und neuen Chancen der Beziehungen zwischen Europa und den arabischen Staaten, Israel, der Türkei und Iran. Vor diesem Hintergrund veranstaltete die DAFG – Deutsch-Arabische Freundschaftsgesellschaft e.V. in Kooperation mit zenith am 23. Mai 2023 eine Buchvorstellung und Diskussionsrunde, die einen besonderen Schwerpunkt auf die Partnerschaft Europas zu den Staaten des Golfkooperationsrats und das Potential für Austausch und Begegnung zwischen deutschen und arabischen Jugendlichen legte. Im Gespräch mit Hanna Hoffmann-Richter, Masterstudentin an der Humboldt Universität Berlin mit ERASMUS+ Erfahrung in Jordanien, und Moderator und DAFG-Vorstandsmitglied Botschafter a.D. Bernd Mützelburg standen wichtige Zukunftsfragen der Beziehungen zwischen Europa und der MENA-Region insbesondere Themen wie Bildung, Klimaschutz, Visaerleichterungen, Fachkräftepartnerschaft sowie die Auswirkungen der Pandemie und des russischen Kriegs in der Ukraine im Mittelpunkt.

Zeitenwenden in der MENA-Region: fünf in fünf Jahrzehnten

In seiner Begrüßung hob Bernd Mützelburg hervor, dass die MENA-Region vor dem Hintergrund der deutschen Zeitenwende wieder mehr in den Fokus des deutschen und europäischen Interesses gerückt sei. In diesem Zusammenhang werde nicht nur die wichtige Rolle der arabischen Staaten als Energielieferant, sondern auch ihr zunehmender Einfluss auf globale Machtdynamiken erkannt. Die Zeitenwende stelle dabei für Deutschland eine deutliche Zäsur dar. In diesem Zusammenhang machte Christian Hanelt deutlich, dass die Menschen  in der MENA-Region im Vergleich zu uns Europäer:innen gar alle zehn Jahre eine neue Zeitenwende erleben: Er nannte vor diesem Hintergrund die iranische Revolution 1979, den Nahost-Friedensprozess 1991, die Terroranschläge am 11. September 2001 und den Irakkrieg 2003, die Arabellion 2011 sowie  die Auswirkungen der Corona-Krise und des russischen Angriffskriegs. Bezüglich der aktuellen Energie- und Nahrungsmittelkrise hielt Hanelt fest, dass viele arabische Gesellschaften die negativen Belastungen viel mehr spüren als wir Europäer:innen. In seinem Buch gehe er daher auch der Frage nach, wie die Menschen in der Region mit gestiegenen Preisen für lebenswichtige Güter umgehen.

In seinem Buch „Ein Ring aus Feuer“ stellt Hanelt insbesondere die europäische Perspektive auf die Entwicklungen jenseits des Mittelmeeres dar und berichtet aus dem „Maschinenraum der innereuropäischen Dynamik“. Dabei schildert und analysiert er viele persönliche Erkenntnisse und Erlebnisse. Insbesondere der Irakkrieg im Jahr 2003 habe die europäischen Staaten stark gespalten. Zahlreiche Länder Europas hätten den Krieg unterstützt und den USA für die Invasion Soldat:innen zur Verfügung gestellt, während andere EU-Staaten, unter ihnen Deutschland,  eine Beteiligung am Militäreinsatz abgelehnt hätten. In der Folge habe die EU bis zum Aufkommen des sogenannten „Islamischen Staates“ die Entwicklungen im Irak schläfrig vernachlässigt.

Austausch zwischen jungen Menschen stärken

Im besonderen Fokus der Diskussion stand der Austausch arabischer und deutscher Jugendlicher und das Potential für Dialog und Begegnung sowie die Möglichkeit, mit- und voneinander zu lernen. Hanna Hoffmann-Richter betonte, dass es wichtig sei, Netzwerke und Austausch zwischen jungen Menschen aus Deutschland und den arabischen Staaten zu stärken, sowohl durch den Abbau ausschließender Strukturen innerhalb Deutschlands (bzgl. Arbeit, demokratischer Beteiligungsmöglichkeit, Bildung etc.), aber auch durch den Ausbau von Austauschprogrammen wie ERASMUS+. Auch hierfür sei es sehr wichtig, strukturelle Ungleichheiten zu beseitigen: Junge Menschen, die nach Deutschland kämen, würden u.a. mit Problemen bei der Visaerteilung, nötigen Bürgschaften sowie Rassismus konfrontiert. Auch Hanelt sprach sich für eine Ausweitung der  Austauschprogramme aus. So sollte ERASMUS+ weiter gestärkt und darauf hingearbeitet werden, die Golfstaaten umfassend in das Programm aufzunehmen. Es sei wichtig, diese Netzwerke zu fördern und Austauschprogramme nicht nur für Studierende, sondern auch für Absolventinnen und Absolventen von Ausbildungsberufen anzubieten. Auch bezüglich des Systems der dualen Berufsausbildung gebe es großes Kooperationspotential.

Europas Beziehungen zu den GCC-Staaten dynamisieren

Laut Hanelt spiegelten sich in der neuen EU-Strategie für die GCC-Staaten wichtige Bereiche der Zusammenarbeit wie z.B. Energie, Bildung, Ausbildung, Handel und Arbeit wider. Auch die Ernennung eines Sonderbeauftragten der EU für die Golfstaaten sei ein starkes Zeichen. Vor dem Hintergrund der UN-Klimakonferenz in Dubai 2023 sei es notwendig, mit den Staaten der Region beim Thema Klimaschutz enger zusammenzuarbeiten. Insbesondere die Golfstaaten seien von Hitze und Wassermangel in besonderem Maße betroffen. Er betonte auch, dass es für Europa wichtig sei, „ihre Hausaufgaben zu machen“. So könnten bestimmte außenpolitische Aufgaben in der EU besser unter den Mitgliedstaaten aufgeteilt werden, um Ressourcen effizienter einzusetzen. Auch bei konsularischen Aufgaben sei eine stärkere europäische Kooperation förderlich. Es sei wichtig, dass die Mitgliedstaaten Vertrauen ineinander setzten. Es gehe ihm auch darum, neue Perspektiven auf die Partnerschaft mit den nordafrikanischen und nahöstlichenStaaten aufzuzeigen, mit dem Ziel, aus dem „Ring aus Feuer“ in der Nachbarschaft Europas einen „Ring aus Freunden“ zu machen.

Weiter Informationen zum Buch und Bestellmöglichkeiten finden Sie bei zenith Shop.


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