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Jemenitischer Staatspräsident Ali Abdullah Saleh spricht auf Veranstaltung der DAFG e.V. und FES

Ali Abdullah Saleh, jemenitischer Staatspräsident
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Ali Abdullah Saleh, jemenitischer Staatspräsident

Der jemenitische Staatspräsident Ali Abdullah Saleh hielt am 28. Februar 2008 in einer gemeinsamen Veranstaltung der Friedrich Ebert-Stiftung und der Deutsch-Arabischen Freundschaftsgesellschaft e. V. eine viel beachtete Rede.

Der Staatspräsident erläuterte eingehend die Reformen in seinem Land, die dazu beitragen sollen, die soziale und gesellschaftliche Realität zu verbessern und wirtschaftliche  Investitionen rentabel zu machen.

Der Jemen hat sich 17 Jahre nach der Vereinigung demokratischen Entwicklungen mehr geöffnet als die meisten Staaten in der Region. Dennoch steht der Jemen innenpolitisch vor großen Herausforderungen, die von Präsident Saleh klar benannt worden und die es sich zu stellen gelte. Er scheute auch nicht die klare Nennung von Herausforderungen und Widrigkeiten im Jemen, etwa das rasante Bevölkerungswachstum, das eine gedeihliche Entwicklung behindere. Nach seiner Ansicht sollten Kinder die Chance haben, gesund und mit guter Bildung aufzuwachsen. Dies sei bei einem Bevölkerungswachstum von über 4 Prozent nur schwer möglich.

Eine außenpolitische tour d’horizon rundete seinen Vortrag ab, in der er insbesondere zum Dialog der Religionen und zu einer friedlichen Koexistenz in der Region des Nahen und Mittleren Ostens aufrief.

Anschließend sprach Präsident Saleh die Herausforderungen des Terrorismus an. Seine Regierung lasse sich bei der Bekämpfung dieses Übels von keinem übertreffen. Er erläuterte eingehend die Maßnahmen in dieser Richtung.

Der frühere Bundesinnenminister Otto Schily machte diesen Bereich zu einem Schwerpunkt seines Gespräches mit dem Staatspräsidenten, das er im Anschluss an die Rede vor Publikum mit ihm führte. Über 200 Besucher interessierten sich für die Ausführungen von Präsident Saleh. Einige davon hatten Gelegenheit, selbst Fragen an ihn zu stellen.

Aufruf und Einladung zu wirtschaftlichen Investitionen in seinem Land nahmen breiten Raum ein in der Rede des Staatspräsidenten. Schwerpunkte eines möglichen wirtschaftlichen Engagements im Jemen sind nach Aussage von Präsident Saleh die produzierende Industrie, Logistik, Fischerei und Tourismus.

Zu Beginn der Veranstaltung in der Friedrich-Ebert-Stiftung begrüßten das Geschäftsführende Vorstandsmitglied, Dr. Roland Schmidt, und der Präsident der  Deutsch-Arabischen Freundschaftsgesellschaft e. V., Dr. Otto Wiesheu, Staatspräsident Saleh. Dr. Wiesheu betonte das langjährige Wirken deutscher Organisationen im Jemen. Er nannte als Beispiel das Deutsche Archäologische Institut (DAI), das seit über 30 Jahren im Land tätig ist. Dr. Wiesheu gab seiner Freude und Genugtuung Ausdruck, dass die Deutsch-Arabische Freundschaftsgesellschaft bei der Vorbereitung und Durchführung des Besuches des Staatspräsidenten eine wichtige Rolle habe spielen können. Dr. Roland Schmidt verwies auf die langjährige Arbeit der Friedrich-Ebert-Stiftung im Jemen und bedankte sich bei DAFG-Präsident Dr. Otto Wiesheu für die erfolgreiche Kooperation im Zusammenhang mit der Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung. Dr. Wiesheu und DAFG-Vizepräsident Houssam Maarouf überreichten Staatspräsident Saleh eine Erinnerung an seinen Besuch in Berlin in Form einer Miniatur-Ausgabe des Brandenburger Tores. 

Fotos zu der Veranstaltung finden Sie hier...

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