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Ausstellungseröffnung: Stadt - Land - Tunesien

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Für ein paar Stunden dem Berliner Winter entfliehen und das bekannte Reiseland Tunesien aus ungewohnten Perspektiven entdecken: das konnten die Gäste der DAFG – Deutsch-Arabischen Freundschaftsgesellschaft e.V. am 22. Februar 2018. Die DAFG e.V. hatte zur Eröffnung der Fotoausstellung „Stadt – Land – Tunesien“ der Diplomatin und Fotografin Petra Dachtler eingeladen. Im Beisein des Botschafters der Tunesischen Republik, S.E. Ahmed Chafra, eröffnete DAFG–Vizepräsident Prof. Dr. Claus-Peter Haase die Ausstellung mit einer kurzen Einführung und einem großen Dank an die Fotografin und die Botschaft der Tunesischen Republik für die Unterstützung der Veranstaltung.

Dachtler, stellvertretende Botschafterin in Tunis von 2014 bis 2017, zeigt in ihrer Ausstellung „Stadt – Land – Tunesien“ die kulturelle, landschaftliche und architektonische Vielfalt des Landes abseits der Touristenzentren. Ihre Tätigkeit als stellvertretende Botschafterin in Tunis bot der Diplomatin die Möglichkeit auf vielen Reisen ins Landesinnere das Land von einer Seite zu erleben, die vielen Pauschalreisenden verborgen bleibt. Diese ungewöhnlichen Einblicke hat sie in atmosphärischen Fotografien festgehalten und zu einer Ausstellung zusammengestellt, die schon 2017 im Stadtmuseum von Tunis erfolgreich präsentiert wurde.  

Tunesien durch Fotografie erlebbar machen

Bei ihren Reisen faszinierte Petra Dachtler vor allem die Architektur der alten Stadteile sowie das dem Besucher oft verborgen bleibende Leben darin. Die Medina bildet daher auch einen thematischen Schwerpunkt in der Ausstellung. Fotografien aus den unterschiedlichsten Städten Tunesiens wie Kairouan, Al Kef, Sousse, Sfax oder Tozeur vermitteln ein Bild faszinierender urbaner Architektur, die den Besucher nur scheinbar einlässt, dabei aber tiefere Einblicke in das Alltagsleben der Menschen verwehrt und seine architektonischen Schätze oft hinter Türen und Mauern verbirgt.

Dachtler versucht dem Betrachter daher auch weniger konkrete Einblicke zu geben, als vielmehr in atmosphärisch dichten Fotografien die Stimmung in der Medina erlebbar zu machen. Licht und Schatten,  Schwarz und Weiß setzt Dachtler bewusst ein. Der Betrachter fühlt sich nahezu in die Medina versetzt, spürt den Wechsel von gleißender Sonne und kühlem Schatten in der Enge der tunesischen Medina und erfährt zugleich ein Gefühl der Be – und Ausgrenzung. Ungewöhnliche Perspektiven auf architektonische Details, alltägliche Gegenstände und Situationen ermöglichen dem Betrachter die Atmosphäre der Städte jenseits von touristischen Postkartenidyllen nachzuspüren.

Tunesiens Vielfalt dokumentieren

Tunesien in seiner ganzen Bandbreite zu zeigen ist Petra Dachtlers zentrales Anliegen. Und so konzentriert sich eine weitere Fotoreihe der Ausstellung auf die Berberdörfer in Südtunesien. In Tamezret, Takrouna und Tujene ist die Minderheitenkultur der Berber noch gegenwärtig, wird die Sprache Tamazight gesprochen und die Berbertradition gepflegt. Dachtlers farbiger „Tamezret-Zyklus“ gibt Einblicke in diese Kultur, ihre Architektur und Traditionen, die auch vielen Tunesiern eher unbekannt ist.

„Stadt – Land – Tunesien“ macht neugierig auf Tunesien. Das bewies schon das große Interesse an der Ausstellung im Vorfeld und wurde durch die Rekordzahl an Ausstellungsgästen noch unterstrichen. Und so dankte S.E. Ahmed Chafra in seinem Grußwort Petra Dachtler und der DAFG e.V. ausdrücklich für diese Möglichkeit, Menschen für Tunesien zu begeistern und auf den kulturellen Reichtum Tunesiens, seine architektonische und landschaftliche Diversität aufmerksam zu machen.

Tunesiens touristisches Potenzial mehr nutzen – Infrastruktur aufbauen

Dass Tunesien ein großes touristisches Potential hat, unterstrich auch Petra Dachtler, die in ihrer kurzen Einführung in die Ausstellung auch den Wunsch äußerte, dass Tunesien dieses Potential in Zukunft stärker nütze. Die Ausstellung sei auch entstanden, so Dachtler, um auf das touristische Potential bisher eher unbekannter Städte im Landesinnern aufmerksam zu machen. Städte wie Kairouan faszinierten mit außergewöhnlicher Architektur und kulturellen Höhepunkten, verfügten im Gegensatz zu den bekannten Badeorten aber kaum über touristische Infrastruktur. Hier könnte Tunesien noch stärker sein Profil als lohnendes Reiseland schärfen, betonte Dachtler.

Dass dies zumindest an diesem Abend gelungen war, zeigten die begeisterten Reaktionen der Besucher, die noch lange die Möglichkeit nutzten, durch und in den Fotografien Neues über Tunesien zu entdecken. Bei tunesischem Wein und Datteln wurden Reiseempfehlungen ausgetauscht, neue Kontakte geknüpft und weitere Ausstellungen der Fotos in ganz Deutschland geplant.

Wer nicht an der Ausstellungseröffnung teilnehmen konnte, hat noch bis zum 29. März 2018 die Möglichkeit, in der Geschäftsstelle der DAFG e.V. sich von Petra Dachtlers Tunesien-Fotografien faszinieren zu lassen. Besichtigungen sind während der Öffnungszeiten der DAFG-Geschäftsstelle (montags bis freitags, 10:00 bis 17:00 Uhr). Um vorherige telefonische Anmeldung unter 030 – 2064 8888 wird gebeten.

Weitere Informationen zur Fotografin und ihren Fotografien finden Sie unter https://pam-photography.wixsite.com/tunisia.

In der DAFG-Geschäftsstelle werden in regelmäßigen Abständen Ausstellungen von arabischen, deutschen und internationalen Künstlern mit Bezug zur arabischen Welt oder die deutsch-arabischen Beziehungen gezeigt.







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Askaris Haihappen - traditionelle arabische Kunstmusik

28. September 2018, 20:00 Uhr
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