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Ausstellungseröffnung: Beirut – Stadt der Extreme

Vom Bauboom in Downtown bis zu den Flüchtlingscamps, von der Green Line bis zu den verlassenen Beachclubs im Süden

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Ausstellungseröffnung: Beirut – Stadt der Extreme

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Vom Bauboom in Downtown bis zu den Flüchtlingscamps, von der Green Line bis zu den verlassenen Beachclubs im Süden Beiruts: Am 14. Februar 2019 drehte sich in der Geschäftsstelle der DAFG – Deutsch-Arabische Freundschaftsgesellschaft e.V. alles um die verschiedenen Facetten der Stadt Beirut – der „Stadt der Extreme“. In Kooperation mit der a|e GALERIE organisierte die DAFG e.V. eine Ausstellung, in der fünf Fotografen und Fotografinnen aus Deutschland und dem Libanon ihren ganz individuellen Blick auf die libanesische Hauptstadt präsentierten. Zusammen mit der Galeristin Dr. Angelika Euchner eröffnete DAFG-Vizepräsident Prof. Dr. Claus-Peter Haase die Ausstellung, die sich als großer Publikumsmagnet erwies.

Kritisches Portrait einer facettenreichen Stadt

Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Prof. Dr. Haase alle Gäste und bedankte sich bei Dr. Euchner für die gelungene Kooperation. Er selbst, so Prof. Haase, habe Beirut noch als kleine Hafenstadt kennengelernt, die aber mittlerweile an vielen Stellen nicht mehr wiederzuerkennen sei. Diese Veränderungen stünden in der aktuellen Ausstellung im Fokus der Fotografen und Fotografinnen. Die Vielzahl der Bilder und die unterschiedlichen Perspektiven, so Prof. Dr. Haase, gäben ein gutes Abbild der „Stadt der Extreme“ und zeichneten ein kritisches Portrait einer facettenreichen Stadt.
Galeristin Dr. Euchner betonte in ihrem Grußwort, dass Beirut Menschen aus aller Welt fasziniere und die Ausstellung daher auch eine wunderbare Möglichkeit sei, diese Faszination auch den Menschen hier nahezubringen. „Beirut ist eine Stadt der Extreme. Reich und Arm prallen aufeinander, die Stadt ist geformt durch den Bürgerkrieg“ erklärte Frau Dr. Euchner. Daher stehen in der Ausstellung ganz bewusst unterschiedlichste Fotografen und Fotografinnen, verschiedenste Sujets nebeneinander: So konzentriert sich der libanesische Architekt und Fotograf Fouad Elkoury in seiner Fotoreihe „Civil War II“ bewusst auf Motive aus dem kriegszerstörten Beirut und ermöglicht ganz besondere Einblicke in die damaligen Geschehnisse.

Beirut zwischen Bürgerkrieg und Bauboom

Die Hinterlassenschaften des 15-jährigen Bürgerkriegs prägen Beiruts Stadtbild bis heute noch genauso wie die in den letzten Jahren entstandenen Neubauten in Downtown – Kontraste, die manchmal nur wenige Meter voneinander entfernt sind. Gerade im Zentrum der libanesischen Stadt findet man gigantische Gebäude mit glitzernden Glasfassaden direkt neben zerbombten Überbleibseln einer Zeit vor dem Krieg. Diese extremen Kontraste setzt die deutsche Soziologin und Fotografin K.T. Blumberg in ihren Bildern gekonnt in Szene, kontrastiert zum Beispiel die Al-Amine Moschee mit der bekannten Ruine eines Kinos, das wegen des Bürgerkriegs unvollendet blieb.

Doch nicht nur der 15-jährige Bürgerkrieg hat Beirut geprägt, auch die vielen Flüchtlinge – ob die Palästinenser, die 1948 in den Libanon kamen oder die Flüchtlinge aus Syrien der letzten Jahre - formen das Stadtbild. Ein Thema, das der libanesische Fotograf Marwan Tahtah in seinen Fotos aufnimmt. Seine Bilder wie „Candy man“ – das Porträt eines Bewohners des Armenviertels Saint-Simon – zeugen von den schweren Lebensbedingungen, aber auch dem Überlebenswillen der Menschen. Im Kontrast dazu präsentierte der Fotograf eine Serie von Fotos, die den neoliberalen Bauboom in Beirut dokumentieren.

Der Bildhauer Ernst J. Petras und seine Ehefrau Kathi Sarue setzten bei ihrem zweijährigen Aufenthalt in Beirut fotografisch ihren Fokus bewusst auf den Beiruter Alltag und ergänzen so das Bild der Stadt um ganz neue Perspektiven. Das Resultat ist eine Vielzahl an Fotos, die von voll beladenen Lastwagenwracks über verlassene Beachclubs im Süden Beiruts bis zu am Strand flanierenden Menschen reichen. Die verschiedenen Aufnahmen ergeben zusammen ein kontrastreiches und kritisches Portrait der Stadt Beirut und ihrer so unterschiedlichen Bewohner.

Ein Stück Beirut in Berlin

„Beirut – Stadt der Extreme“ ist nicht nur eine Fotoausstellung: Sie ist vielmehr eine Einladung, die libanesische Stadt mit all ihren Facetten neu kennenzulernen. Eine Stadt der Gegensätze zwischen arm und reich, alt und neu, die teils voller Leben und mancherorts wie ausgestorben ist. Mit dieser Ausstellung gelingt es den fünf Fotografen und Fotografinnen die vielen verschiedenen Kontraste und Extreme der Stadt Beirut visuell zugänglich zu machen und ein Stück Beirut nach Berlin zu bringen. Beim anschließenden Empfang hatten die Besucher die Gelegenheit, die Bilder genauer zu betrachten, Neues zu entdecken oder Bekanntes wiederzuerkennen und sich sowohl mit den Fotografen und Fotografinnen als auch untereinander auszutauschen.

Die Ausstellung kann noch bis zum 31. März 2019 während der Öffnungszeiten der DAFG-Geschäftsstelle (montags bis freitags, 10:00 bis 17:00 Uhr) besucht werden. Um vorherige telefonische Anmeldung unter 030-2064 8888 wird gebeten.

 

Raphaela Hüdig

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