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Wirtschaftsdelegation besucht Algerien

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Vom 26. bis zum 30. Oktober 2014 organisierten die DAFG – Deutsch-Arabische Freundschaftsgesellschaft e.V., der Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft e.V. sowie die Deutsch-Algerischen Industrie- und Handelskammer eine gemeinsame Delegationsreise nach Algerien mit freundlicher Unterstützung der Botschaft der Demokratischen Volksrepublik Algerien, der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. sowie der Arbeitgeber Baden-Württemberg –  Landesvereinigung Baden-Württembergischer Arbeitgeberverbände e.V. 

Die Delegation wurde geleitet von DAFG-Vizepräsident Professor Randolf Rodenstock und dem Hauptgeschäftsführer des Afrika-Vereins, RA Christoph Kannengießer, und vor Ort vom Geschäftsführer der  Deutsch-Algerischen Industrie- und Handelskammer (AHK Algerien), Marko Ackermann, sowie seinem Mitarbeiter Samir Boukhediche begleitet.

Den Einstieg in das Programm der Reise bot ein Briefing des deutschen Botschafters in Algier, Götz Lingenthal, der die Delegationsmitglieder über politische und wirtschaftliche Entwicklungen Algerien sowie über die deutsch-algerischen (Wirtschafts-)Beziehungen bei einem Treffen in der AHK Algerien informierte. Ergänzend präsentierte die algerische Investitionsförderungsbehörde ANDI Rahmenbedingungen und Investitionsförderprogramme für ausländische Investoren in Algerien, bevor AHK Geschäftsführer Ackermann zum Begrüßungsdinner für die Delegation lud.

 

27.10.2014: Deutsch-Algerisches Innovationsforum in Algier
Der erste Tag in der Hauptstad Algier stand ganz im Zeichen des deutsch-algerischen Innovationsforums, das als Folgeveranstaltung der letzten Sitzung der Gemischten Wirtschaftskommission im März dieses Jahres in Algier gemeinsam vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und dem algerischen Ministerium für Industrie und Bergbau organisiert wurde. Die wichtigsten Themen dieses Innnovationsforums waren die Rolle des Mittelstands bei der (industriellen) Innovation, die deutsche Mittelstandspolitik und die berufliche Aus- und Weiterbildung sowie die Förderung von Technologietransfer. Die algerischen Teilnehmer und Organisatoren der Konferenz betonten ihr großes Interesse zur Partnerschaft und zum Erfahrungsaustausch mit Deutschland, um die eigenen Pläne zur weiteren Diversifizierung der Wirtschaft und damit zum Auf- und Ausbau einer innovativen und zukunftsorientierten Industrie als Ergänzung zum Öl- und Gassektor voranzutreiben.

Auf Einladung des Bundeswirtschaftsministeriums hielt DAFG-Vizepräsident und -Delegationsleiter Professor Rodenstock die Abschlussrede von deutscher Seite. Er brachte seine Sicht auf das Zusammenspiel von Innovation, Mittelstand und Politik in Deutschland auf den Punkt: „Innovation ist in erster Linie eine unternehmerische Aufgabe. Dies gilt natürlich auch für den unternehmerischen Mittelstand, der in Deutschland das Rückgrat der Wirtschaft darstellt. Der Mittelstand einschließlich seiner Familienunternehmen ist keine aussterbende Spezies sondern eine nachwachsende Ressource. Deshalb stellt auch generell eine gute, an den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft orientierte Wirtschaftspolitik die beste Mittelstandspolitik und Förderung dar.  Der deutsche Mittelstand braucht keinen Kunstdünger in Form von Subventionen und auch keinen Unterschlupf unter ein Gewächshaus in Form von gesetzlichen Schutzzäunen. Was er braucht, ist einfach frische Luft zum Atmen.“ Abschließend betonte Professor Rodenstock, dass Algerien nicht nur dank seiner Wirtschaftskraft und seiner durch den Öl- und Gassektor ausgezeichnete finanziellen Lage, sondern auch aufgrund der Bevölkerungsstruktur gut für die Zukunft gewappnet sei. So sehe man aus deutscher Sicht mit dem Problem der Überalterung der eigenen Gesellschaft durchaus mit etwas Neid auf Algeriens junge Bevölkerung, die ein großes (wirtschaftliches) Potential darstelle.

Das deutsch-algerische Innovationsforum wurde durch einen Abendempfang gegeben vom deutschen Botschafter Götz Lingenthal in seiner Residenz abgerundet. Die Delegation nutzte diese Gelegenheit, sich intensiv mit dem Botschaftspersonal und vor Ort aktiven deutschen Unternehmern und Vertretern verschiedener Institutionen aber auch mit algerischen Geschäftsleuten auszutauschen.

 

28.10.2014: politische und wirtschaftliche Gespräche in der Hauptstadt
Am 28. Oktober führte die deutsche Wirtschaftsdelegation verschiedene politische und wirtschaftliche Gespräche in Algier. Der algerische Minister für öffentliche Arbeiten, S.E. Abdelkader Kadi, wünschte sich mehr Präsenz deutscher Firmen und Unternehmer in seinem Land. Professor Rodenstock wies darauf hin, dass die großen Chancen und Potentiale der deutsch-algerischen Wirtschaftsbeziehungen bei deutschen Unternehmen noch zu wenig bekannt sein, weshalb Verbände wie die DAFG e.V. und der Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft u.a. solche Delegationsreise organisierten. Die DAFG e.V. sei sehr gerne bereit, für Delegationen von Vertretern algerischer Ministerien, Institutionen und Unternehmern, wenn diese Deutschland besuchen möchten, Veranstaltungen mit verschiedenen deutschen Unternehmerverbänden zu organisieren. Dadurch könnten den Entscheidungsträgern der deutschen Wirtschaft sowie deutschen Unternehmen ganz direkt die Geschäfts- und Investitionsmöglichkeiten in Algerien präsentiert werden.

Im algerischen Energieministerium wurden die deutschen Wirtschaftsvertreter von einer Gruppe von Experten empfangen – u.a. Vertreter der staatlichen Energieunternehmen Sonatrach und Sonelgaz. Neben einer ausführlichen Vorstellung des boomenden Öl- und Gassektors wurden vor allem die ehrgeizigen Ziele im Bereich der Stromversorgung im eigenen Land vorgestellt: Aufgrund der enormen Steigerungen im Stromverbrauch in den letzten Jahren sowie der Erwartung eines weiteren starken Anstiegs beim Stromverbrauch, will Algerien seine Stromproduktionskapazitäten in den kommenden Jahren verdoppeln. Neben konventioneller Stromerzeugung sollen hier auch die erneuerbaren Energien eine wichtige Rolle spielen.

Ein anschließendes Treffen mit Kontaktbörse in der algerischen Industrie- und Handelskammer bot die Gelegenheit des Austauschs mit algerischen Unternehmern, die ihr großes Interesse an Partnerschaften mit deutschen Unternehmen bekräftigten.

Beim abendlichen Unternehmerstammtisch in der AHK Algerien, ausgerichtet von der Firma Knauf, konnten die Delegationsmitglieder direkte Gespräche mit deutschen und algerischen Unternehmensvertretern führen und Kontakte in die Business Community von Algier knüpfen.

 

29.10.2014: Besuch der Wirtschaftsmetropole Oran
Am folgenden Tag reiste die Delegation von DAFG e.V., Afrika-Verein und AHK Algier in die Wirtschaftsmetropole Oran. Die westlich von Algier gelegene Hafenstadt ist die zweitgrößte Stadt des Landes und eine bedeutende Industriestadt (Metall-, chemische, Leicht-, Lebensmittelindustrie).

Vor Ort empfing der neue Präsident der Industrie- und Handelskammer von Oran, Mouad Abed, die Delegation aus Deutschland zu einem persönlichen Gespräch. Auch hier zeigte die anschließende Kontaktbörse mit Mitgliedsunternehmen der Kammer das große Interesse an internationalen Kontakten – insbesondere zu deutschen Unternehmen. Somit empfiehl Professor Rodenstock auch bei dieser Gelegenheit den algerischen Unternehmern, nach Deutschland zu reisen, um sich vor Ort bekannt zu machen und Kontakte zu knüpfen. Zum einen unterstützt die AHK Algerien mit ihrem Messeprogramm auch algerische Unternehmer beim Besuch von Messen Deutschland. Des Weiteren bot Professor Rodenstock auch die Unterstützung der DAFG e.V. an, sollte beispielsweise die Industrie- und Handelskammer von Oran eine Unternehmerreise nach Deutschland organisieren, in dem man Kontakte zu führenden deutschen Unternehmensverbänden vermittelt.

Vor der Rückreise nach Algier konnte sich die Delegation bei einem Besuch einer Baustelle für eine gehobene Wohnanlage direkt an der Küste vor den Toren Orans ein Bild von aktuellen Bauprojekten vor Ort verschaffen.

 

30.10.2014: Projekte im algerischen Gesundheitssektor und Abschluss der Delegationsreise
Der Vormittag vor der Abreise nach Deutschland stand ganz im Zeichen des algerischen Gesundheitssektors. Die Delegation wurde vom Generalsekretär des Gesundheitsministeriums zur Agence Nationale de Gestions des Réalisations et d’Équipement des Etablissements de Santé (AREES) – der für die Ausstattung und den Ausbau von Krankenhäusern und Einrichtungen des Gesundheitswesens zuständige Behörde – begleitet.

Lazhar Bounafa, Generalsekretär der AREES, präsentierte die Arbeit seiner Agentur und die ambitionierten Pläne im algerischen Gesundheitswesen für die kommenden Jahre. Insgesamt sollen 10 neue Universitätskrankenhäuser und 17 Krebsbehandlungszentren sowie ein nationales Institut zur Krebsdiagnose und –Behandlung entstehen. Darüber hinaus plant man die Neustrukturierung von 14 Universitätskliniken sowie die Modernisierung und patientenfreundlichere Gestaltung von 42 Krankenhäusern.

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