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DAFG, Politik

Buchvorstellung Prof. Dr. Udo Steinbach in der DAFG

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Am 6. April 2016 hatte die DAFG – Deutsch-Arabische Freundschaftsgesellschaft e.V. die Ehre, in Zusammenarbeit mit der Humboldt-Viadrina Governance Platform einen ganz besonderen Gast in ihren Räumen begrüßen zu dürfen. Im Rahmen der DAFG-Reihe „Arabische Staaten im Wandel“ stellte Professor Dr. Udo Steinbach, langjähriger Direktor des Deutschen Orient Institutes und Leiter der Governance Platform Middle East/North Africa, sein neustes Buch "Die arabische Welt im 20. Jahrhundert: Aufbruch - Umbruch - Perspektiven" vor.
Vor „ausverkauftem Haus“ begrüßte zunächst DAFG-Vizepräsident Houssam Maarouf die zahlreich erschienenen Gäste, darunter die palästinensische Botschafterin I.E. Dr. Kholoud Daibes und DAFG-Vorstandsmitglied RA Wolf R. Schwippert sowie zahlreiche DAFG-Mitglieder, und hob Steinbachs Verdienste um die deutsch-arabischen Beziehungen, besonders auf wissenschaftlicher Ebene, hervor. Die Moderatorin des Abends, Martina Doering von der Berliner Zeitung, charakterisierte im Anschluss das Buch als Grundlage und Nachschlagewerk für das Verständnis vieler Konflikte, Krisen und Entwicklungen in der Region. Zudem lobte die studierte Arabistin mit journalistischem Schwerpunkt auf den Nahen Osten die historischen Dimensionen und langfristigen Perspektiven und Prognosen, die das Werk bietet.

Anekdotenreiche Buchvorstellung

Professor Steinbach begann seinen Vortrag gewohnt anekdotenreich und erläuterte zunächst den Entstehungshintergrund seines Buches. Die Betrachtung der historischen Entwicklungen im 20. Jahrhundert in der arabischen Welt sei essenziell für das Verständnis der gegenwärtigen Konflikte. Nach Steinbach beginnt diese mit der „1. Arabischen Revolte“ gegen das Osmanische Reich und endet in der „3. Arabischen Revolte“, seinem Terminus für den sogenannten „Arabischen Frühling“. Danach erläuterte Steinbach die verschiedenen regionalen Subkontexte die in einem gesamtarabischen Zusammenhang stehen und sich gegenseitig bedingen. Er beschrieb im Detail unter anderem die Diskurse, Paradigmen und Machtfaktoren in den Ländern Ägypten, Tunesien, Syrien, Jemen und Bahrain. Zusätzlich wies er darauf hin, dass er sich in seinem Buch neben dem Maschrek, dem Maghreb und der arabischen Halbinsel auch mit den „Staaten am Rande der arabischen Welt“ wie Dschibuti, Somalia und den Komoren beschäftigt. Als problematische Faktoren sah er insgesamt konfessionelle Konflikte, „Mangel an demokratischer Erfahrung“, soziale Komponenten – wie Verstädterung und Bevölkerungsexplosion – sowie die Erdöl-Frage. Des Weiteren warnte Steinbach vor dem Aufkommen eines „leninistischen Islams“, der sich nach seiner Ansicht nicht mehr durch Religiosität und Frömmigkeit definiert, sondern durch ideologische und politische Strukturen. Alles in Allem forderte Professor Steinbach, auch im Anbetracht der Flüchtlingskrise, eine über bilaterale Gespräche hinausgehende Zusammenarbeit Europas mit den arabischen Ländern und Unterstützung des Transformationsprozesses.
Nach dieser informativen Einführung eröffnete Martina Doering, die Moderatorin des Abends, mit kritischen und differenzierten Anmerkungen die offene Diskussion mit den Teilnehmern.

Rege Diskussion

Zahlreiche Gäste meldeten sich mit Fragen und Anmerkungen zu Wort. Stets nahm sich Steinbach die Zeit, auf Anregungen und Kritik einzugehen und beantwortete bereitwillig diverse Fragen wie zum Beispiel zur Rolle der USA und Russlands mit ihrem Wunsch Staatlichkeit und bestehende Grenzen zu erhalten, oder der Bedeutung des Konflikts zwischen dem Iran und den arabischen Nachbarn.
In conclusio sah Steinbach Lösungsansätze in zivilgesellschaftlichem Engagement, der Weiterführung von Säkularisierungsprozessen und der Wideraufnahme der Friedensverhandlungen zwischen Israel und Palästina. Frau Doering beendete die Diskussion mit dem Hinweis, dass Transformation Zeit und Geduld brauche und der Warnung vor europäischer Arroganz und neokolonialistischen Tendenzen.
Abschließend befand Professor Steinbach mit einem Augenzwinkern, dass sich die gewünschte Entwicklung für Gegenwart und Zukunft der Region bereits im Namen des Gastgebers wiederspiegele, da die DAFG e.V. um die „deutsch-arabische Freundschaft“ bereits in Ihrem Namen werbe. Dem schloss sich Vizepräsident Maarouf gerne an und verabschiedete die zahlreichen Gäste, von denen viele die Gelegenheit nutzten, bei einem Getränk den Abend Revue passieren oder sich ein Exemplar von "Die arabische Welt im 20. Jahrhundert: Aufbruch - Umbruch - Perspektiven" persönlich signieren zu lassen.

 

Sabrina Zahren

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