DAFG, Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Möglichkeiten für deutsch-algerische Kooperation im Energiesektor

Im Rahmen ihrer Teilnahme am diesjährigen Berlin Energy Transition Dialogue waren S.E. Professor Benattou Ziane, algeris

 ...
DAFG

DAFG-Vorstand besucht ägyptischen Botschafter

Am 15. März 2022 war ein Delegation des Vorstands der DAFG – Deutsch-Arabische Freundschaftsgesellschaft e.V. bei dem

 ...
DAFG, Politik

Außen- und sicherheitspolitischer Workshop in Riad

Seit 2019 veranstaltet die DAFG - Deutsch-Arabische Freundschaftsgesellschaft e.V. gemeisam mit der Bundesakademie für

 ...
DAFG, Kultur, Bildung & Wissenschaft

DAI-DAFG Reihe: Spurensuche nach antiken Düften

Die Düfte und Aromata Arabiens wie Weihrauch und Myrrhe sind genauso Teil des kulturellen Erbes wie archäologische

 ...
DAFG, Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Arbeitsrechtsreformen in den GCC-Staaten

Welche Auswirkungen hat die Ende dieses Jahres stattfindende Fussball-Weltmeisterschaft auf die Arbeitsverhältnisse und

 ...
DAFG, Politik

„Politik im Dialog" mit Luise Amtsberg MdB

1 von 12

„Es ist Deutschlands humanitäre Verantwortung mehr Flüchtlinge aufzunehmen“, so die Bundestagsabgeordnete der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Luise Amtsberg in ihrem Vortrag im Rahmen der DAFG-Reihe „Politik im Dialog“ am 3. Dezember 2014.

Luise Amtsberg wurde bei der Bundestagswahl 2013 in den Deutschen Bundestag gewählt und ist flüchtlingspolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Darüber hinaus ist sie auf der letzten Mitgliederversammlung im November 2014 in den Vorstand der DAFG – Deutsch-Arabische Freundschaftsgesellschaft e.V. gewählt worden.

 

Verknüpfung von Innen- und Außenpolitik

Seit dem Ausbruch des syrischen Bürgerkriegs 2011 befinden sich etwa 3 Millionen Syrer auf der Flucht. 1,1 Millionen syrische Flüchtlinge leben zur Zeit allein im Libanon. Bei einer Gesamtbevölkerung von 4,4 Millionen Menschen kommt so auf jeden vierten Libanesen ein syrischer Flüchtling. Deutschland hingegen hat bisher nur 70.000 syrische und irakische Flüchtlinge aufgenommen. Dies sei im Hinblick auf den Einsatz der Nachbarstaaten Syriens und des Irak viel zu wenig, so Luise Amtsberg in ihrem ihres Vortrag zum Thema „Flüchtlingskrise Nahost: Was ist Deutschlands humanitäre Verantwortung?“. Im Libanon und Jordanien drohe die Infrastruktur zu kollabieren, sollte sich nichts an der EU-Flüchtlingspolitik ändern.

Allerdings stehe die Europäische Union nicht nur vor einem außenpolitischen Problem in den Ländern vor Ort, sondern auch vor einem innenpolitischen. Zu lange habe man versäumt Strukturen für die systematische Aufnahme von Flüchtlingen zu schaffen, sodass man nun vor der Frage der Unterbringung sowie der medizinischen Versorgung von Flüchtlingen stehe. Ein besonderes Augenmerk richtete Luise Amtsberg während ihres Vortrages auch auf die bestehenden Ängste und Vorurteile vieler Bürger in Deutschland und Europa im Hinblick auf Flüchtlingsfragen und so appellierte sie für eine Förderung des Dialogs, um diese Ängste und Vorurteile abzubauen.

 

Der Kampf um die verlorene Generation

„Hilfspakete sollten nicht nur in Form von Waffen ausgeliefert werden“, merkte Luise Amtsberg an. Auch die medizinische Versorgung für die Menschen in der Krisenregion müsse gewährleistet sein. Ein weiteres wichtiges Thema sei die schulische Ausbildung von Kindern. Nur jedes vierte Flüchtlingskind habe Zugang zu Bildung. Dabei müsse die schulische Ausbildung von Flüchtlingskindern oberste Priorität haben, denn so fördere man zum einen die Integration und zum anderen ebne man den Weg für ein selbstbestimmtes Leben. Zusätzlich merkte sie an, dass die in Deutschland ausgebildeten Kinder einen Teil der Menschen darstellen könnten, welche eines Tages die staatlichen Strukturen ihrer Herkunftsländer wiederaufbauen könnten. Insofern könne man die Ausbildung von Flüchtlingen auch als „Entwicklungspolitik mal anders gedacht“ verstehen.  All das könne nur im Interesse Deutschlands sein, betonte Luise Amtsberg zum Ende ihrer Rede.

Im Anschluss an ihren Vortrag nutzten die Zuhörer die Möglichkeit direkte Fragen an die Bundestagsabgeordnete zu stellen. Unter der Moderation von DAFG-Vizepräsident Houssam Maarouf entwickelte sich so eine intensive Fragerunde zu den im Vortrag behandelten Themen.

Der Vortrag fand innerhalb der DAFG-Reihe „Politik im Dialog“ statt. In dieser Reihe lädt die DAFG e.V. in regelmäßigen Abständen Abgeordnete aus dem Deutschen Bundestag, dem Europäischen Parlament sowie andere Politiker aus Deutschland und der arabischen Welt ein, um zu aktuellen Themen der deutsch-arabischen Beziehungen zu sprechen.

Matthias Weißenbach

Bildrechte:
Titelbild © luise-amtsberg.de; übrige Bilder © DAFG e.V.

Termine

Mai 2022
24 25 26 27 28 29 01
02 03 04 05 06 07 08
09 11 12 13 14 15
16 17 18 19 21 22
23 24 25 26 27 28 29
30 01 02 03 04 05
Mai 2022
24 25 26 27 28 29 01
02 03 04 05 06 07 08
09 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 21 22
23 24 25 26 27 28 29
30 31 01 02 03 04 05
DAFG, Berlin

al musiqa: "Die Oud – Die Königin der arabischen Instrumente"

31. Mai 2022, 18:30 Uhr
DAFG-Geschäftstelle, Friedrichstr. 185, 10117 Berlin

Sie besitzt eine über

 ...
Online

Berliner Stiftungswoche: Diaspora Philanthropie Deutschland: Waqf – Die islamisch fromme Stiftung

27. April 2022, 18:00 Uhr - 19:00 Uhr
Online

Im Rahmen der Berliner Stiftungswoche lädt die

 ...
Algier

53. Internationale Messe von Algier (FIA)

13. bis 18. Juni 2022

Die 53. Internationale Messe von Algier (FIA) mit den USA als Ehrengast wird

 ...