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Botschafterreise nach NRW

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Kreativ, lebendig, weltoffen – so zeigte sich das Bundesland auf der zweitägigen Reise der arabischen Botschafter nach Nordrhein-Westfalen (NRW). Neben wirtschaftlichen und kulturellen Programmpunkten trafen die Botschafter die Ministerpräsidentin des Landes, Hannelore Kraft. Die Reise vom 23. und 24. Juni 2014 wurde von der DAFG – Deutsch-Arabische Freundschaftsgesellschaft e.V. in Zusammenarbeit mit dem Doyen des Rates der Arabischen Botschafter in Deutschland, S.E. Prof. Dr. med. Ossama Abdulmajed Shobokshi, Botschafter des Königreichs Saudi-Arabien, realisiert.

Nordrhein-Westfalen ist nicht nur das bevölkerungsreichste Bundesland, es ist auch die Wirtschaftsregion Nr. 1 in Deutschland: 2013 wurden in NRW 21,9 Prozent des BIP in Deutschland erwirtschaftet. Die Wirtschaft NRWs wird von über 760.000 kleinen und mittelständischen Unternehmen geprägt. Gleichzeitig sind 17 der 50 umsatzstärksten deutschen Unternehmen hier ansässig. Daher stand am ersten Tag der Botschafterreise der Besuch von Wirtschaftsunternehmen auf dem Programm.

Von Luxus-Limousinen zu Erneuerbaren Energien: NRWs Wirtschaft zeigt sich vielfältig.

Erster Programmpunkt war die Firma Brabus in Bottrop. Als Fahrzeughersteller und Fahrzeug-Tuner lässt Brabus das Herz von Autofans höher schlagen: Das Angebot umfasst High-End-Tuning und Lifestyle für u.a. Mercedes-Benz, Maybach und smart-Fahrzeuge. Besonders Spezialaufträge sind das Steckenpferd des Unternehmens. Neben der Verarbeitung von Lederprodukten, konnten die arabischen Botschafter die Restaurierung von Oldtimer-Modellen besichtigen.

Von Bottrop ging es weiter nach Essen: Vertreter von ThyssenKrupp begrüßten in der dortigen Konzernzentrale die Botschafter. Ein Produkt des Unternehmens konnten die arabischen Botschafter direkt ausprobieren: Das innovative Aufzugsystem „Twin“ funktioniert mit zwei übereinander fahrenden Kabinen innerhalb eines Aufzugschachtes. Der Vorteil: Das Aufzugsystem ist nicht nur schnell, sondern auch sparsam. Nach einer Unternehmenspräsentation stand die Besichtigung eines Werkes von ThyssenKrupp auf dem Programm: Die Presta SteerTec in Mühlheim a.d. Ruhr entwickelt und produziert u.a. Lenksystemen für die Automobilindustrie. Abschluss des Besuchs bei ThyssenKrupp bildete ein Mittagessen im historischen Schloss Landsberg.

Als drittes Unternehmen besuchten die arabischen Botschafter an diesem Tag den Energieversorger E.ON in Düsseldorf. E.ON zählt weltweit zu den größten privaten Strom- und Gasunternehmen. Ein Schwerpunkt der Diskussion bildeten Erneuerbare Energien. Seit ihrer Gründung im Jahr 2007 treibt die Einheit E.ON Climate & Renewables dieses Geschäftsfeld für E.ON aktiv voran. Daneben wurden die weltweiten Handelsaktivitäten von E.ON diskutiert, für die E.ON Global Commodities zuständig ist.

Abendessen mit der Ministerpräsidentin des Landes, Hannelore Kraft


Anlass und Höhepunkt der Reise bildete ein Abendessen mit der Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft. Bei dem Abendessen diskutierten die arabischen Botschafter mit der Ministerpräsidentin und Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Kultur die deutsch-arabischen Beziehungen – insbesondere zu NRW. Das wohl schönste Kompliment machte einer der Botschafter beim Verlassen der Staatskanzlei, indem er sagte: „She spoke to our heart“.

Kultur und Wissenschaft standen am zweiten Tag der Reise auf dem Programm

Am zweiten Tag ihrer Reise besuchten die arabischen Botschafter Aachen: Auf dem Programm standen die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH Aachen) sowie die neu eröffnete Ausstellung „Orte der Macht“ anlässlich des Karlsjahres.

Die RWTH ist ein gutes Beispiel dafür, wie die deutsch-arabischen Beziehungen im Bereich „Bildung und Wissenschaft“ intensiviert werden können: Im Jahr 2007 wurde in Maskat die German University of Technology (GUtech) in Oman durch Unterstützung der RWTH Aachen eröffnet. Die Gründung der Universität geht auf die private Initiative von Sheikh Abdullah al-Salmi und Sheikh Saud Bin Ali al Khalili zurück. In Zusammenarbeit mit den omanischen Stiftern koordiniert die RWTH Aachen den Aufbau dieser Universität.
Bei ihrem Besuch diskutierten die arabischen Botschafter u.a. Fragen des Bildungsaustausches – und der Bildungskooperation mit Vertretern der Universität.

Abschluss der Besuchsreise bildete eine Führung durch die Ausstellung „Orte der Macht“ im Aachener Rathaus, die das höfische Leben unter Karl dem Großen beleuchtet. Aachen feiert in diesem Jahr 1.200 Jahre nach dem Tod Karls des Großen in seiner Aachener Pfalz das sog. Karlsjahr und widmet dem Herrscher aus dem Geschlecht der Karolinger neben zahlreichen Vorträgen und Veranstaltungen drei Ausstellungen. Bereits unter Karl dem Großen gab es Beziehungen zur arabischen Welt: Harun al-Raschid, Kalif von Bagdad, schenkte Karl dem Großen einen weißen Elefanten, der auf die lange Reise von Bagdad nach Aachen geschickt wurde.

Das zweitägige Besuchsprogramm in NRW spiegelte den Ansatz der DAFG e.V. wieder, die deutsch-arabischen Beziehungen in umfassendem Sinne zu fördern. Auf der Reise konnten die arabischen Botschafter NRW nicht nur von seiner wirtschaftlichen und politischen, sondern auch von der kulturellen und wissenschaftlichen Seite kennenlernen. Damit fördert die DAFG e.V. die deutsch-arabischen Beziehungen auf vielfältige und umfassende Weise.

An dieser Stelle sei allen Unterstützern und Partnern der Reise nochmals herzlich gedankt – insbesondere unserem Mitglied, Herrn Dr. Henneke sowie Herrn El-Gayar von der Staatskanzlei, die uns vor Ort bei der Organisation unterstützen. Besonderem Dank in der Vorbereitung der Reise gilt dem Doyen des Rates der Arabischen Botschafter in Deutschland, S.E. Prof. Dr. med. Ossama Abdulmajed Shobokshi, Botschafter des Königreichs Saudi-Arabien.

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