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Parlamentarisches Frühstück unter der Schirmherrschaft von Lamya Kaddor MdB

Welche Rolle spielen die arabischen Golfstaaten bei der Extremismusprävention?

Auf Einladung von Lamya Kaddor, MdB,

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Warshat alqira'a: 'Alf Layla wa Layla – Lese-Workshop: 1001 Nacht

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Workshops "Arabische Musik" an der Salzmannschule

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"Augengedächtnis": Lesung mit Sana Mukarker-Schwippert

Schon zum zweiten Mal war die Autorin Sana Mukarker-Schwippert in der DAFG – Deutsch-Arabischen

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DAFG, Politik

Chief of the Royal Hashemite Court im Gespräch

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Sei es beim Syrienkonflikt, bezüglich der Flüchtlingsproblematik oder in Fragen zum Nahostfriedensprozess: Das Königreich Jordanien befindet sich inmitten der politischen Dynamiken des Nahen und Mittleren Ostens. Die DAFG – Deutsch-Arabische Freundschaftsgesellschaft e.V. veranstaltete vor diesem Hintergrund in Kooperation mit der Hertie School of Governance und der Botschaft des Haschemitischen Königreichs Jordanien am 25. April 2016 eine Gesprächsrunde mit S.E. Dr. Fayez A. Tarawneh, einem der einflussreichsten Politiker des Landes. Als Chief of the Royal Hashemite Court sowie ehemaliger Ministerpräsident und Außenminister dient er seit Jahrzehnten in wichtigen politischen Ämtern. Dadurch hatten Studierende und Mitarbeiter der Hertie School im Rahmen der Veranstaltung die Gelegenheit, exklusive Einblicke in die politische Landschaft Jordaniens zu erlangen.
Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Frau Dr. Dilek Kurban, Marie Curie Fellow an der Hertie School of Governance, die Delegation um S.E. Dr. Fayez A. Tarawneh und S.E. Dr. Mazen Tal, Botschafter des Haschemitischen Königreichs Jordanien. Sie dankte außerdem DAFG-Vizepräsident Houssam Maarouf für die gute Zusammenarbeit und gab einen kurzen Überblick über die beachtliche politische Laufbahn des jordanischen Politikers.

Exklusive Einblicke in die Außen- und Innenpolitik Jordaniens

Im Anschluss sprach Dr. Tarawneh über die wichtigsten Entwicklungen in der MENA-Region und diskutierte sowohl interessante politische als auch wirtschaftliche Zusammenhänge. Die anwesenden Studierenden und Mitarbeiter der Hochschule hatten in diesem Zusammenhang die Möglichkeit, Fragen zu stellen und in einem intimen Rahmen neue Einblicke zu erhalten. Dr. Tarawneh berichtete dabei immer wieder aus seiner Zeit als Ministerpräsident. Zuletzt diente er von Mai bis Oktober 2012 in diesem Amt.
Dr. Tarawneh veranschaulichte die Anstrengungen seines Landes, die Wirtschaft im Rahmen eines Programms des Internationalen Währungsfonds (IWF) zu restrukturieren und sprach über politische Reformen wie die Einführung einer unabhängigen Wahlkommission. Er brachte den Zuhörern außerdem eine jordanische Perspektive im Hinblick auf die wichtigsten regionalen Krisenherde näher. Durch gemeinsame Grenzen mit Syrien und dem Irak sowie die anhaltenden Flüchtlingsströmen stehe das Land vor großen geopolitischen Herausforderungen, so der ehemaligen jordanische Ministerpräsident. Ein großes Anliegen des Königreichs sei es, fanatisch-religiösen Bewegungen den Nährboden zu entziehen. Des Weiteren seien die Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus wichtig, um die Region zu stabilisieren.

Flüchtlinge im Haschemitischen Königreich

Dr. Tarawneh machte deutlich, dass das Haschemitische Königreich seit Ende der 1940er Jahre Millionen von Flüchtlingen aufgenommen und dadurch große Erfahrungen hinsichtlich Unterbringung und Integration gesammelt hätte. Es sei aber in der momentanen Situation auf internationale Hilfe angewiesen, um die stetig wachsende Anzahl an Menschen, die über die Grenzen nach Jordanien fliehen, zu versorgen. Allein in den letzten Jahren seien über eine Million syrische Flüchtlinge in das Land gekommen. Dem Chief of the Royal Court war es dabei wichtig zu betonen, dass es neben einer Unterkunft und Nahrung im besonderen Maße darauf ankommen würde, durch medizinische Betreuung sowie umfangreiche Bildungsangebote Perspektiven für Flüchtlinge zu schaffen.
Am Ende der Gesprächsrunde bedankte sich Frau Dr. Kurban bei S.E. Dr. Tarawneh und S.E. Dr. Mazen Tal. Im Anschluss an die Veranstaltung wartete ein kleiner Imbiss auf die Anwesenden, bei dem die neu gewonnen Einblicke in Politik und Wirtschaft Jordaniens diskutieren wurden.

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