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DAFG, Medien & Kommunikation

Saudischer Chefredakteur bei DAFG e.V. zu Gast

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Am 10. Dezember 2015 begrüßte die DAFG – Deutsch-Arabische Freundschaftsgesellschaft e.V. den Chefredakteur der saudi-arabischen Zeitung „Al-Jazirah“, Khalid bin Hamad Al-Malik, zu einem Vortrag mit anschließender Diskussion zum Thema „Saudi-Arabiens Erfahrungen im Kampf gegen den internationalen Terrorismus“ in ihrer Geschäftsstelle.

Nach einer kurzen Begrüßung durch DAFG-Vizepräsident Houssam Maarouf, stellte die Berliner Journalistin und Autorin Julia Gerlach, die den Abend moderierte, den saudischen Gast vor. Khalid bin Hamad Al-Malik gilt als Pionier des saudi-arabischen Journalismus, war er doch bereits seit langen Jahren eine der treibenden Kräfte zum Aufbau des ersten saudischen Journalistenverbandes, der schließlich 2004 gegründet wurde und dessen Vizevorsitzender er ist. Al-Malik hat zahlreiche Bücher veröffentlicht und reist durch die Welt, um Saudi-Arabien bekannt zu machen.

Es war also eine besondere Gelegenheit, Informationen aus erster Hand direkt aus dem Königreich Saudi-Arabien zu erhalten, wobei Al-Malik zu Recht betonte, dass er als Chefredakteur einer unabhängigen und privat finanzierten (Werbeanzeigen sowie Verkaufserlöse) Zeitung spreche und nicht als offizieller Vertreter seines Landes. Des Weiteren strebe er einen offenen Meinungsaustausch und Dialog mit dem Publikum an.

Zunächst betonte Al-Malik, dass der (internationale) Terrorismus vor nichts und niemandem haltmache und ausnahmslos alle bedrohe und angreife, da der Terrorismus weder Religion, Nation, Heimat, politisches System oder Ähnliches kenne. Es sei also ein globales Problem, das auch nur durch konsequente und strategische internationale Kooperation zu bekämpfen sei.

Insbesondere betonte Al-Malik, dass der Terrorismus dem Islam in seinen Grundwerten widerspreche, was ja auch viele Religionsgelehrte aus verschiedenen Ländern und vor allem auch aus Saudi-Arabien immer klar geäußert hätten. Es ginge also nicht nur um eine (militärische) Bekämpfung der terroristischen Gewalt, sondern auch darum, der terroristische Gesinnung, die immer wieder gerade die Jugend verführe und in die Irre führe, konsequent entgegenzutreten.

Saudi-Arabien, selbst eines der vom Terrorismus am meisten betroffenen Länder, sei daher eindeutig und klar auf allen Ebenen der Terrorismusbekämpfung aktiv, berichtete Al-Malik. Sowohl auf der sicherheitspolitischen bzw. Strafverfolgungs- und internationalen Ebene als auch auf der Ebene des interkulturellen und interreligiösen Dialogs. Als Beispiel verwies Al-Malik hier vor allem auf die von Saudi-Arabien in der Hauptstadt Riad schon vor Jahren organisierte internationale Konferenz zur Bekämpfung des Terrorismus unter Beteiligung der USA, Russlands, der EU und anderer Staaten aber auch auf das KAICIID – King Abdullah Bin Abdulaziz International Center for Interreligious and Intercultural Dialogue mit Sitz in Wien.

Was die strafrechtliche Verfolgung des Terrorismus anbelangt, so verwies Al-Malik auch auf die saudische Gesetzgebung gegen Terrorfinanzierung und -unterstützung. Schließlich gebe es auch ein Rehabilitierungs- und De-Radikalisierungsprogramm für verurteilte terroristische Straftäter, bei dem die Verurteilten von Religionsgelehrten, Psychologen und anderen Experten betreut werden, diskutierten und schließlich von ihrem Irrtum überzeugt werden sollen, damit sie echte Reue zeigen, dem Terrorismus abschwören und nach Verbüßen ihrer Strafe wieder in die Gesellschaft integriert werden können. Auch wenn einige der Teilnehmer des Programms „rückfällig“ wurden, so habe es durchaus Erfolge gegeben, so Al-Malik.

In der anschließenden von Julia Gerlach moderierten Diskussion kam es zu einem regen und offenen Meinungsaustausch in freundschaftlicher Atmosphäre zu Fragen der Quellen des Terrorismus, der Rolle der Medien bei der Berichterstattung über Terrorismus und Terrorbekämpfung, der Lage in der Region (Stichworte Irak und Syrien) und deren Auswirkungen auf den internationalen Terrorismus u.v.m.

Die Veranstaltung mit Khalid bin Hamad Al-Malik fand im Rahmen des DAFG-Arbeitsfeldes Medien & Kommunikation statt. Nähere Informationen zu unseren Aktivitäten in diesem Bereich finden Sie hier.

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