DAFG

Eid Mubarak! عيد أضحى مبارك

Die DAFG e.V. wünscht Ihnen, Ihrer Familie, Kollegen und Freunden ein gesegnetes Opferfest!


 ...
DAFG, Kultur, Bildung & Wissenschaft

Online-Seminar mit Studierenden aus Jena

Am 2. Juni 2020 diskutierte DAFG-Vorstandsmitglied Botschafter (a.D.) Bernd Mützelburg mit Studierenden der

 ...
DAFG, Politik

DAFG-Hintergrundgespräch zur Beziehung EU-GCC

Die geostrategischen und wirtschaftspolitischen Folgen der COVID-19 Pandemie stellen auch die Beziehungen zwischen

 ...
DAFG, Politik

Der Syrien-Konflikt und die Rolle Europas

Während die Corona-Krise derzeit die öffentliche Debatte bestimmt, befindet sich der Syrien-Konflikt im bereits zehnten

 ...
DAFG, Politik

Zivilgesellschaft und die Zukunft des Nahen Ostens

In Kooperation mit der Maecenata Stiftung lud die DAFG — Deutsch-Arabische Freundschaftsgesellschaft e.V. am 14. Mai

 ...

„Fracking wird die Welt weiter verändern“

1 von 12

Dr. Rainer Hermann (FAZ), Foto: ©Konrad-Adernauer-Stiftung

Nahost-Experte Hermann zu den Auswirkungen der neuen Schiefergas- und Öl-Fördermethode auf die Arabische Golfregion

Mit der neuen Fördermethode „Fracking“ zur Gewinnung von Schiefergas- und Erdöl werde die USA nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) in Paris bis 2015 Saudi Arabien als größten Ölproduzenten ablösen. Bis 2035 wolle Amerika eine autarke Energieversorgung erreichen. Welche sicherheitspolitischen, strategischen und wirtschaftlichen Auswirkungen dies auf die arabischen Golfstaaten hat, war Gegenstand der zweiten gemeinsamen Veranstaltung von der DAFG – Deutsch-Arabischen-Freundschaftsgesellschaft e.V. und der Konrad-Adenauer-Stiftung in der Reihe „Wirtschaft im Fokus“.

Die Dominanz und das Interesse der USA gegenüber dem Nahen Osten nehme ab, erklärte Dr. Rainer Hermann, FAZ-Redakteur und langjähriger Korrespondent in der Golfregion. Amerika blicke vielmehr nach Innen und auf das Handelspotential im Pazifik. Einen der Gründe dafür sieht er in der Erschließung von Ölvorkommnissen durch die neue Fördermethode „Fracking“. „Das Land, von dem man sagte, es führe für Öl Kriege, produziert nun selbst und könnte selbst zum maßgebenden Exporteur werden“, sagte der Experte. In den vergangenen fünf Jahren verzeichne die USA bei der Ölproduktion einen Anstieg auf 56 Prozent und der Nettoimport habe sich halbiert. „Fracking wird die Welt weiter verändern, aber das Zeitalter von konventioneller Öl- und Gasförderung nicht ablösen“, räumte Hermann ein. Es werde weiterhin ein Energiemix aus konventionellen, erneuerbaren und unkonventionellen Energien bestehen.

„Trittbrettfahrer“ China

Doch wenn sich Amerika aufgrund der Energierevolution aus der Golfregion zurückziehen würde, könne dies sicherheitspolitische Folgen haben, da die USA mit seiner Präsenz in der Region die Handelswege sichert. Schon heute sei China der weltgrößte Importeur von Öl aus der Golfregion und bezieht bereits mehr von dem schwarzen Rohstoff als die USA je getan haben. Auch Japan, Korea, Taiwan und Indien gehören zu den neuen Importeuren von Öl aus dem Golf. „Aber China leistet keinen Beitrag zur Sicherheitsarchitektur am Golf und ist Trittbrettfahrer“, bemängelte Hermann. Er stellte sich die Frage, wie lange Amerika noch die Energiesicherheit für China mitfinanziere. Einen kompletten Rückzug der USA aus der Region östlich des Suez schließt der Experte allerdings aus. Denn die Region ist ein wichtiger Importeur von Rüstungsgütern. Demnach sei die Region zu attraktiv und ein Verzicht hätte negative Folgen für die amerikanische Rüstungsindustrie. Zudem seien die USA an einem stabilen Ölpreis interessiert, der durch die Förderung der GCC – Länder reguliert werden kann. Besonders Saudi Arabien als „swing-producer“ komme hier eine wichtige Rolle in der Ölpreisstabilisierung zu.

Dreiecksbeziehung Golfstaaten, China und Amerika

Als mögliches Bündnis für die zukünftige Stabilität in der Region sieht der Nahost-Experte eine Dreiecksverbindung zwischen den Golfstaaten, China und Amerika. „Denn die Interdependenzen der Volkswirtschaften Amerikas und Chinas nehmen ständig zu“, sagte Hermann. Es bleibe zwar ein Interesse seitens Amerika und Europa am Öl und Gas Arabiens bestehen, aber es verringere sich. „Damit bietet sich eine chinesisch-amerikanische Partnerschaft an, die die Stabilität der Golfstaaten sichert“. Der Experte ist sich sicher, dass der amerikanische Präsident Barak Obama Ende März bei seiner Reise nach Saudi-Arabien, das bereits bestehende Unterstützungsangebot bekräftigen werde.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Wirtschaft im Fokus“ werden wirtschaftspolitische, makroökonomische und sozio-ökonomische Themen der deutsch-arabischen Beziehungen sowie wirtschaftliche Entwicklungen in der arabischen Welt erörtert.

Weitere Informationen über die DAFG e.V. erhalten Sie auf diesen Seiten. Falls Sie sich für eine Mitgliedschaft in der DAFG – Deutsch-Arabische Freundschaftsgesellschaft e.V. interessieren, lesen Sie bitte hier.

Termine

August 2020
26 27 28 29 30 01 02
03 04 06 07 08 09
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30
31 01 02 03 04 05 06
August 2020
26 27 28 29 30 01 02
03 04 06 07 08 09
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30
31 01 02 03 04 05 06

Keine Artikel in dieser Ansicht.

Keine Artikel in dieser Ansicht.