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Arabische vs. Europäische Hoffnungen?

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In der Reihe „Politik im Dialog“ sprach DAFG-Vorstandsmitglied Alexander Radwan, Abgeordneter des Deutschen Bundestags und Mitglied im Auswärtigen Ausschuss, am 29. Januar 2015 in der Berliner Geschäftsstelle der DAFG – Deutsch-Arabische Freundschaftsgesellschaft e.V. zum Thema „Arabische vs. europäische Hoffnungen? Die euro-arabischen Beziehungen seit 2011“.  Der Vortrag des CSU-Politikers mit deutsch-ägyptischen Wurzeln war neben interessanten politischen Einblicken auch durch die ganz persönliche Erfahrung Radwans mit der MENA-Region geprägt. Sein Vater kam vor über 40 Jahren nach Deutschland und er pflegt enge Kontakte zu Familienangehörigen in Ägypten.


Europa und die arabische Welt entfernen sich voneinander


Nach einer Begrüßung und Einführung  durch den neuen DAFG-Geschäftsführer Björn Hinrichs stellte Alexander Radwan fest, dass sich Europa und die arabischen Staaten seit Beginn des sogenannten Arabischen Frühlings leider auseinanderbewegt hätten. Für Europa seien die Umbrüche im Nahen Osten eng mit der Hoffnung und Erwartung auf Demokratie und Menschenrechte verbunden gewesen, während das zentrale Anliegen für die Menschen dieser Region vielmehr in der Bekämpfung von Armut und Perspektivlosigkeit bestanden hätte. Europa sei von seinen eigenen Glaubensvorstellungen und Prioritäten ausgegangen, welche sich von denen in anderen Teilen der Welt unterscheiden würden. Radwan kritisierte aber auch, dass Europa die arabische Region vor allem nach den Anschlägen jüngst in Paris fast ausschließlich unter dem Aspekt der Sicherheitspolitik wahrnehmen würde.


Eine Perspektive für junge Menschen

Als sein Vater nach Deutschland kam, so Radwan, wäre Ägypten mit 40 Millionen Einwohnern das führende Land der arabischen Welt gewesen. Seitdem habe sich die Bevölkerungsanzahl mehr als verdoppelt und das Land sei mit großen demographischen und wirtschaftlichen Problemen konfrontiert, die dazu führten, dass gerade junge Menschen keine Perspektive hätten. Die entscheidende Frage müsse daher sein: „Wie können wir den jungen Menschen eine Perspektive bieten?“
Vor diesem Hintergrund forderte er eine stärkere euro-arabische Kooperation, wobei er die zentrale Rolle der  Bildungs- und Wirtschaftspolitik hervorhob. Besonders die in Deutschland weit verbreitete berufliche Bildung sei ein wichtiges Instrument, um nachhaltig Arbeitsplätze zu schaffen, die ein Leben oberhalb der Armutsgrenze ermöglichen. Es gehe darum ein Wirtschaftsmodell für die Länder dieser Region zu finden, welches die Bevölkerung ernähren und wirtschaftliche Partizipation ermöglichen könne.

Der CSU-Politiker betonte in seinem Vortrag und der anschließenden Diskussion, dass die Stabilisierung der Region von innen heraus erfolgen müsse und hielt hinsichtlich der Rolle Europas fest: „Wir können nur begleiten.“ Gerade die allgegenwärtigen Glaubenskonflikte könnten nur von den betroffenen Staaten und religiösen Instanzen gelöst werden. Dies sei ein notwendiger Schritt, um nachhaltige Entwicklungsprozesse einzuleiten.

Im Anschluss an den Vortrag folgte eine Diskussion, die vom DAFG-Geschäftsführer Björn Hinrichs moderiert wurde, und an der sich viele Teilnehmer mit Fragen und Wortbeiträgen beteiligten.

Der Vortrag fand innerhalb der DAFG-Reihe „Politik im Dialog“ statt. In dieser Reihe lädt die DAFG e.V. in regelmäßigen Abständen Abgeordnete aus dem Deutschen Bundestag, dem Europäischen Parlament sowie andere Politiker aus Deutschland und der arabischen Welt ein, um zu aktuellen Themen der deutsch-arabischen Beziehungen zu sprechen.

Bildrechte:
Titelbild © Alexander Radwan; übrige Bilder © DAFG e.V.

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