DAFG, Kultur, Bildung & Wissenschaft

Lesung mit Sana Mukarker-Schwippert in der DAFG

„Ich liebe ihre Geschichten, die mich in eine Welt versetzen, aus der ich nicht komme, die mich aber doch betrifft, denn

 ...
DAFG, Kultur, Bildung & Wissenschaft

Movers & Shakers – Storytelling Arena in der DAFG

Berührende Geschichten, fremde und doch zugleich vertraute Erlebnisse sowie eindrucksvolle Schilderungen persönlicher

 ...
DAFG, Kultur, Bildung & Wissenschaft

DAFG Jour Fixe mit Amal, Berlin!

Die Informationen in den deutschen Medien sind für Nicht-Muttersprachler oft schwer verständlich aufgearbeitet - ein

 ...
DAFG, Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Roadshow zu Investitionsmöglichkeiten in Ägypten

Am 2. und 3. Mai 2019 veranstaltete die DAFG – Deutsch-Arabische Freundschaftsgesellschaft e.V. in Zusammenarbeit mit

 ...
DAFG, Politik

Hintergrundgespräch mit jemenitischem Minister

Die aktuelle Situation im Jemen stand am 9. April 2019 im Fokus der DAFG – Deutsch-Arabische Freundschaftsgesellschaft

 ...
DAFG, Politik

Arabische vs. Europäische Hoffnungen?

1 von 12

In der Reihe „Politik im Dialog“ sprach DAFG-Vorstandsmitglied Alexander Radwan, Abgeordneter des Deutschen Bundestags und Mitglied im Auswärtigen Ausschuss, am 29. Januar 2015 in der Berliner Geschäftsstelle der DAFG – Deutsch-Arabische Freundschaftsgesellschaft e.V. zum Thema „Arabische vs. europäische Hoffnungen? Die euro-arabischen Beziehungen seit 2011“.  Der Vortrag des CSU-Politikers mit deutsch-ägyptischen Wurzeln war neben interessanten politischen Einblicken auch durch die ganz persönliche Erfahrung Radwans mit der MENA-Region geprägt. Sein Vater kam vor über 40 Jahren nach Deutschland und er pflegt enge Kontakte zu Familienangehörigen in Ägypten.


Europa und die arabische Welt entfernen sich voneinander


Nach einer Begrüßung und Einführung  durch den neuen DAFG-Geschäftsführer Björn Hinrichs stellte Alexander Radwan fest, dass sich Europa und die arabischen Staaten seit Beginn des sogenannten Arabischen Frühlings leider auseinanderbewegt hätten. Für Europa seien die Umbrüche im Nahen Osten eng mit der Hoffnung und Erwartung auf Demokratie und Menschenrechte verbunden gewesen, während das zentrale Anliegen für die Menschen dieser Region vielmehr in der Bekämpfung von Armut und Perspektivlosigkeit bestanden hätte. Europa sei von seinen eigenen Glaubensvorstellungen und Prioritäten ausgegangen, welche sich von denen in anderen Teilen der Welt unterscheiden würden. Radwan kritisierte aber auch, dass Europa die arabische Region vor allem nach den Anschlägen jüngst in Paris fast ausschließlich unter dem Aspekt der Sicherheitspolitik wahrnehmen würde.


Eine Perspektive für junge Menschen

Als sein Vater nach Deutschland kam, so Radwan, wäre Ägypten mit 40 Millionen Einwohnern das führende Land der arabischen Welt gewesen. Seitdem habe sich die Bevölkerungsanzahl mehr als verdoppelt und das Land sei mit großen demographischen und wirtschaftlichen Problemen konfrontiert, die dazu führten, dass gerade junge Menschen keine Perspektive hätten. Die entscheidende Frage müsse daher sein: „Wie können wir den jungen Menschen eine Perspektive bieten?“
Vor diesem Hintergrund forderte er eine stärkere euro-arabische Kooperation, wobei er die zentrale Rolle der  Bildungs- und Wirtschaftspolitik hervorhob. Besonders die in Deutschland weit verbreitete berufliche Bildung sei ein wichtiges Instrument, um nachhaltig Arbeitsplätze zu schaffen, die ein Leben oberhalb der Armutsgrenze ermöglichen. Es gehe darum ein Wirtschaftsmodell für die Länder dieser Region zu finden, welches die Bevölkerung ernähren und wirtschaftliche Partizipation ermöglichen könne.

Der CSU-Politiker betonte in seinem Vortrag und der anschließenden Diskussion, dass die Stabilisierung der Region von innen heraus erfolgen müsse und hielt hinsichtlich der Rolle Europas fest: „Wir können nur begleiten.“ Gerade die allgegenwärtigen Glaubenskonflikte könnten nur von den betroffenen Staaten und religiösen Instanzen gelöst werden. Dies sei ein notwendiger Schritt, um nachhaltige Entwicklungsprozesse einzuleiten.

Im Anschluss an den Vortrag folgte eine Diskussion, die vom DAFG-Geschäftsführer Björn Hinrichs moderiert wurde, und an der sich viele Teilnehmer mit Fragen und Wortbeiträgen beteiligten.

Der Vortrag fand innerhalb der DAFG-Reihe „Politik im Dialog“ statt. In dieser Reihe lädt die DAFG e.V. in regelmäßigen Abständen Abgeordnete aus dem Deutschen Bundestag, dem Europäischen Parlament sowie andere Politiker aus Deutschland und der arabischen Welt ein, um zu aktuellen Themen der deutsch-arabischen Beziehungen zu sprechen.

Bildrechte:
Titelbild © Alexander Radwan; übrige Bilder © DAFG e.V.

Termine

Juni 2019
26 27 28 29 30 01 02
03 04 05 06 07 08 09
10 11 12 15 16
17 19 20 21 22 23
24 26 27 28 29 30
Juni 2019
26 27 28 29 30 01 02
03 04 05 06 07 08 09
10 11 13 14 15 16
17 18 19 21 22 23
24 27 28 29 30
DAFG, Berlin

Buchvorstellung & Diskussion: "Lexikon des Dialogs - Grundbegriffe aus Christentum und Islam" mit der Eugen-Biser-Stiftung

2. Juli 2019, 18:30 Uhr
Geschäftsstelle der DAFG e.V., Friedrichstr. 185 (Kontorhaus), Haus E, Etage

 ...
Berlin

Cinderella, Sindbad und Sinuhe - Arabisch-deutsche Erzähltradition

18. April bis 18. August 2019
Neues Museum, Bodestraße, 10178 Berlin

In einer Zeit, in der

 ...
Berlin

Yassin al-Haj Saleh: Syria 1979 - The Long Crisis

Mittwoch, 26. Juni 2019, 19.00 bis 21.00 Uhr
Landesstiftung Berlin (Bildungswerk), Sebastianstraße

 ...
Berlin

Young Euro Classics 2019: Das Galilee Chamber Orchestra in Berlin

31. Juli 2019, 20 Uhr
Konzerthaus Berlin, Gendarmenmarkt, 10117 Berlin

Beim Festival Young Euro

 ...