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DAFG e.V. organisiert Botschafterreise nach Dresden/Sachsen – Treffen mit Ministerpräsident Stanislaw Tillich

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v.l.n.r.: Ministerpräsident Stanislaw Tillich und S.E. Prof. Dr. med. Ossama Abdulmajed Shobokshi

Von „Silicon Saxony“ über traditionelles Handwerk bis hin zu geschichtlichen Einblicken aus der Zeit „August des Starken“: Auf ihrer eintägigen Reise nach Dresden/Sachsen lernten die arabischen Botschafter die Vielfalt und Geschichte des Bundeslandes kennen. Die Reise wurde von der DAFG – Deutsch-Arabische Freundschaftsgesellschaft e.V. in Zusammenarbeit mit dem Doyen des Rates der Arabischen Botschafter in Deutschland, S.E. Prof. Dr. med. Ossama Abdulmajed Shobokshi, Botschafter des Königreichs Saudi-Arabien, organisiert. Neben wirtschaftlichen und kulturellen Höhepunkten, stand ein Abendessen mit dem sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich auf dem Programm.

Vom hochtechnologisierten Chip-Hersteller zum traditionellen Handwerk

Auf ihrer eintägigen Reise besuchten die arabischen Botschafter zunächst den Halbleiterhersteller GLOBALFOUNDRIES Inc. Alleinige Anteilseigner des Chip-Herstellers ist die Advanced Technology Investment Company (ATIC) des Emirates von Abu Dhabi. Das ist die größte arabische Direktinvestition in Deutschland. GLOBALFOUNDRIES Inc. ist damit ein exzellentes Beispiel dafür, was durch eine gelungene arabisch-deutsche Kooperation bewerkstelligt werden kann. Gleichzeitig steht GLOBALFOUNDRIES Inc. für die Innovationskraft des Bundeslandes Sachsen: „Silicon Saxony“, wie die Region zwischen Freiberg, Chemnitz und Dresden inzwischen genannt wird, ist Europas größter Mikroelektronikstandort.

Bei ihrem zweiten Besuchspunkt stand traditionelles Handwerk auf dem Programm: Die Deutschen Werkstätten Hellerau zählen zu den führenden Anbietern für hochwertigen Innenausbau und Innenarchitektur weltweit. In aufwendiger Handarbeit werden maßgeschneiderte Möbel und Inneneinrichtungen entworfen und angefertigt. Kunden sind beispielsweise die Tate Gallery of Modern Art in London, das Auswärtige Amt in Berlin aber auch Privatkunden, z.B. Eigentümer von großen Luxusyachten. Geschäftsführer Fritz Straub führte die arabischen Botschafter durch die Produktionsstätte, erläuterte Projekte und zeigte auf, warum die Deutschen Werkstätten Hellerau als gelungenes Beispiel einer Reprivatisierung nach der Widervereinigung Deutschlands gelten.

Dresden – das Florenz an der Elbe

„Elbflorenz“ – so wird Dresden oft in Reiseführern betitelt. Und in der Tat stehen viele Bauwerke, insbesondere die aus dem Barock, in Dresden unter italienischem bzw. florentinischem Einfluss. Die Dresdner Frauenkirche erinnert mit ihrer Steinkuppel beispielsweise an die Kathedrale Santa Maria del Fiore in Florenz. Mit etwa sieben Millionen Besuchern jährlich gilt Dresden als Tourismus-Magnet. Einige kulturelle Highlights der Stadt standen daher auch auf dem Besuchsprogramm für die arabischen Botschafter. Neben der Frauenkirche wurde die berühmte Semperoper besichtigt. Sie gilt als eines der schönsten Opernbauwerke in Europa. Jan Seeger, dortiger Technischer Direktor, erläuterte den arabischen Gästen die Geschichte und Architektur des Hauses.

Den Ruf als prunkvolle Metropole des Barock verdankt Dresden dem sächsischen Kurfürsten und späteren König Polens, August dem Starken. Dieser holte Künstler und Architekten aus ganz Europa nach Sachsen und begründete damit Dresden als kulturelles Zentrum. Viele der während seiner Herrschaft entstandenen Bauten wurden zwar im Zweiten Weltkrieg zerstört, jedoch in den letzten Jahrzehnten originalgetreu aufgebaut oder restauriert. In dem früheren Residenzschloss August des Starken befinden sich heute beispielsweise Teile der Dresdner Kunstsammlungen. Dr. Hartwig Fischer, Generaldirektor Staatliche Kunstsammlungen Dresden, begrüßte die Delegation im Dresdner Residenzschloss. Anschließend führte Professor Dr. Syndram, Direktor des Grünen Gewölbes und der Rüstkammer, die arabischen Botschafter durch das Residenzschloss und gab ihnen Einblicke in das Historische Grüne Gewölbe, das Neue Grüne Gewölbe, den Riesensaal sowie die Türckische Cammer.

Treffen mit Ministerpräsident Stanislaw Tillich

Ein weiteres Gebäude, das unter der Herrschaft August des Starken (1694–1733) maßgeblich geformt wurde ist das Wasserschloss Moritzburg, das nördlich von Dresden liegt. Neben dem Schloss und den weitläufigen Parkanlagen liegt hier das Landgestüt Moritzburg. In der Reithalle des Gestüts bekamen die arabischen Botschafter einen Überblick über die Arbeit, Zucht und Ausbildung der dortigen Pferde. Freispringen, aber auch Dressurquartett waren Teil der Vorführung.

Anlass und einer der Höhepunkte der Reise war ein Abendessen mit dem sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich auf Schloss Moritzburg. Nach Reden des Ministerpräsidenten, des Doyens des Rates der Arabischen Botschafter in Deutschland, S.E. Prof. Dr. med. Ossama Abdulmajed Shobokshi, Botschafter des Königreichs Saudi-Arabien und DAFG-Vizepräsident Houssam Maarouf konnten sich die arabischen Botschafter mit Vertretern der sächsischen Politik, Wirtschaft und Kultur austauschen.

So bekamen die Botschafter einen facettenreichen Überblick über das Bundesland und konnten Sachsen von seiner wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Seite kennenlernen.

Bilder Globalfoundries Inc: © Globalfoundries Inc
weitere Bilder: © DAFG e.V.

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