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Ausstellungsabschluss zum Gilgamesch-Epos

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Nach sechs Wochen endete am 25. September 2014 die großartige Ausstellung "Denken in zwei Welten" des Künstlers Mansour Mansour bei der DAFG e.V.. Dabei konnten nicht nur die facettenreichen Bilder des Künstlers ein letztes Mal besichtigt werden. Im Mittelpunkt des Abends stand in erster Linie das sumerische Gilgamesch-Epos – eine der ältesten überlieferten Erzählungen der Welt, die sich bereits vor Tausenden von Jahren mit den existenziellen Fragen und Erfahrungen des Menschen beschäftigte. 

DAFG-Vorstandsmitglied Dipl.-Ing. Nasyr Birkholz begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste und berichtete von seiner lang anhaltenden Verbindung zu Mansour Mansour, dessen Werke als Illustrator für irakische Comics er bereits als Kind im Irak bewundert hatte. Erst viele Jahre später lernten sich beide, inzwischen in Berlin ansässigen, Iraker in Deutschland kennen.

Mansours künstlerischer Werdegang in Berlin war auch maßgeblicher Anlass für das Thema des Abends. Mansour schloss sein Studium an der Hochschule der Künste mit einer Arbeit ab, die über zwanzig Illustrationen des Gilgamesch-Epos umfasst. Mansour Mansour und Professor Claus-Peter Haase, Honorarprofessor an der Freien Universität Berlin und früherer Direktor des Museums für Islamische Kunst, stellten diese große Dichtung mit all ihren künstlerischen und historischen Facetten bei der Finissage gemeinsam vor.

Zunächst führte Professor Haase in den historischen Kontext des Epos ein, dessen älteste Tafeln über 4000 Jahre alt sind. Er betonte den erfolgreichen Werdegang des Gilgamesch-Epos, das sich über Jahrtausende weiterverbreitete und bereits im alten Orient vom Sumerischen ins Babylonische übersetzt wurde, und zeichnete den Weg seiner Verbreitung und Wiederentdeckung einzelner Textteile nach.

Anschließend stellte Mansour Mansour das Epos, von dem er seit langem fasziniert ist, mit viel Leidenschaft vor. Dabei präsentierte er die detailreich gezeichneten Bilder seiner Abschlussarbeit und sprach über seine besondere Motivation als Iraker, sich mit der reichen kulturellen Geschichte seines Herkunftslandes auseinanderzusetzen.

Im Zusammenspiel von Mansour Mansour und Professor Haase entwickelte sich eine heitere Veranstaltung, die vom Publikum mit viel Freude aufgenommen wurde. Im Anschluss saßen der Künstler, Freunde, Bekannte und interessierte Besucher noch lange zusammen und tauschten sich unter anderem angeregt über die kulturelle Geschichte des Iraks aus.

Die Ausstellung „Denken in zwei Welten“ von Mansour Mansour war zwischen 13. August und 25. September 2014 bei der DAFG e.V. zu sehen. Gezeigt wurden insbesondere Portraits von Intellektuellen und Künstlern aus der arabischen und der westlichen Welt, die eine der wichtigsten Inspirationsquellen Mansours sind.

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