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Die DAFG auf der KUBRI 2013: Podiumsdiskussion zum Thema "Betreuung arabischer Studierender in Deutschland: Erfolge, Erfahrungen, Anregungen"

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DAFG-Geschäftsführer Botschafter a.D. Jürgen Steltzer spricht auf der KUBRI 2013

Am 24. und 25. Mai 2013 fand die dritte Europäisch-Arabische Karriere- und Bildungsmesse „KUBRI“ auf dem Garchinger Campus der TU München statt und ist damit auf dem besten Wege, sich im Feld der Recruiting-Messen als feste Größe zu etablieren.

Die KUBRI ist eine Recruiting- und Kontaktmesse mit besonderem Fokus auf die Länder Nordafrikas, des Nahen Ostens und der Golfregion. Sie verbindet Studierende und Absolventen mit Vertretern von Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Organisationen aus Deutschland und der MENA-Region. Studenten, Absolventen und junge Berufstätige besuchen die KUBRI, um die Vertreter renommierter Unternehmen und Bildungseinrichtungen aus Europa und der arabischen Welt persönlich zu treffen und sich über deren beruflichen und akademischen Möglichkeiten in den Ländern der MENA-Region zu informieren.

Die bereits sehr guten Beziehungen deutscher Universitäten, zivilgesellschaftlicher Akteure und Organisationen sowie natürlich auch der deutschen Wirtschaft in die arabischen Länder werden dadurch weiter vorangebracht. Es gilt, das große Potential im Bereich der deutsch-arabischen Bildungs- und Wirtschaftszusammenarbeit weiter auszuschöpfen. Die KUBRI bietet hierfür hervorragende Möglichkeiten und bringt in der Region aktive Unternehmen mit Fachkräften zusammen. Berufseinsteiger erhalten einen Einblick in internationale Karrierechancen und Unternehmen lernen motivierte Nachwuchskräfte kennen. Unternehmen, Bildungseinrichtungen und zivilgesellschaftlichen Organisationen werden Möglichkeiten zu Kontaktknüpfung und Networking geboten.

Der DAFG-Geschäftsführer Botschafter a.D. Jürgen Steltzer erläuterte in seiner Ansprache während des Empfangs für die Aussteller am Vorabend der KUBRI im Münchener Maximilianeum, dem Sitz des Bayerischen Landtags, dass sich die DAFG – Deutsch-Arabische Freundschaftsgesellschaft e.V. mit ihrem ganzheitlichen Ansatz einem ganz ähnlichen Verständnis der deutsch-arabischen Beziehungen verpflichtet fühlt. Daher unterstützte die DAFG e.V. die KUBRI auch von Beginn an. Die KUBRI baue ihrem Wortsinne nach Brücken zwischen Deutschland, Europa und der arabischen Welt und verdeutliche dabei, wie eng die verschiedenen Aspekte dieses Verhältnisses miteinander verwoben seien.

Neben namhaften Ausstellern aus den Sektoren Bildung und Wissenschaft sowie aus der deutschen Wirtschaft war die DAFG – Deutsch-Arabische Freundschaftsgesellschaft e.V. selbstverständlich auch in diesem Jahr mit einem eigenen Messestand auf der KUBRI vertreten. Insbesondere junge deutsche und arabische Studenten, die eine berufliche Zukunft in der deutsch-arabischen Zusammenarbeit bzw. bei Unternehmen suchen, die in Deutschland und den arabischen Ländern aktiv sind, besuchten den Stand der DAFG und zeigten großes Interesse für unsere Arbeit. Auch das Rahmenprogramm stieß auf großes Interesse bei den Besuchern.

Podiumsdiskussion: „Betreuung arabischer Studierender in Deutschland“

Mit zunehmender Internationalisierung der deutschen Hochschulen steigt die Zahl der arabischen Studierenden kontinuierlich an. Aber wie werden arabische Studierende in Deutschland betreut? Welche Betreuungsmodelle existieren, welche Herausforderungen müssen Studierende und betreuende Institutionen meistern, damit die Integration in den deutschen Studien- und Lebensalltag gelingt?

Um diesen Fragen nachzugehen, organisierte die Deutsch-Arabische Freundschaftsgesellschaft e.V. (DAFG) im Rahmenprogramm der KUBRI eine von DAFG-Beiratsmitglied Prof. Matthias Weiter moderierte Diskussion unter dem Titel „Betreuung arabischer Studierender in Deutschland: Erfolge, Erfahrungen, Anregungen“. Vertreter des Deutschen Akademischen Auslandsdienstes (DAAD), des Goethe-Instituts, des Auslandsamtes der TU München, sowie der Tunesischen Akademiker Gesellschaft (TAG e.V.) und des Arbeitskreises Studenten und Jungingenieure des Bezirkvereins München, Ober-und Niederbayern des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI e.V.) gaben Einblicke in die vielfältigen Betreuungsangebote ihrer Institutionen und Organisationen.

Betreuungsmaßnahmen vor und während des Studiums

Enzio Wetzel, Vertreter des Goethe-Instituts, unterstrich, dass die Betreuung arabischer Studierender häufig schon im Heimatland beginne: so biete das Goethe-Institut in vielen arabischen Ländern neben Sprachkursen auch interkulturelle Seminare und fachspezifische Sprachausbildung, z.B. für den Medizin- und Ingenieurswesen an, die den Studieneinstieg erleichtern. In Deutschland übernehmen dann die Auslandsämter der Hochschulen die Betreuung der Studierenden. Beispielhaft gab Petra Ritter, Mitarbeiterin des „Incoming Office“ des Auslandsamtes der Technischen Universität München Einblicke in die Betreuungsarbeit. Finanziert mit Betreuungsmitteln des DAAD, versuche das „Incoming Office“ jährlich für fast 6000 ausländische Studierende „auf jede Frage eine Antwort zu finden“, so Ritter. Mentoring-Programme auf Fakultätsebene ergänzen dabei das beispielhafte Betreuungsmodel der TU München. Strukturbedingt könne aber nicht jede deutsche Hochschule eine solch engmaschige und intensive Betreuung bieten, schränkte Ritter ein. Auch sei die Betreuung nicht speziell auf arabische Studierende zugeschnitten und greife daher nicht bei allen Problemen der Studierenden.

Betreuung durch studentische und private Initiativen

Diese Betreuungslücke versuchen private und studentische Initiativen wie die TAG e.V. oder der Arbeitskreis „Studenten und Jungingenieure“ des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI e.V.) zu füllen. Dabei stellen Bürokratie, mangelndes interkulturelles Wissen und der Wegfall bekannter sozialer und familiärer Strukturen die arabischen Studierenden vor die größten Herausforderungen, wie die TAG-Vertreterin Hajer Ben-Charrada und VDI-Vertreter Humam Zain Allabidean betonten. Auch verlange das freiere deutsche akademische System und das Alltagsleben in Deutschland von den Studierenden mehr Eigeninitiative, Selbstständigkeit und Eigenverantwortung als diese dass aus dem heimischen Hochschulsystem und dem oft engen Familienverbund gewöhnt seien. Eine Herausforderung, auf die man, wie alle Diskussionsteilnehmer betonten, nicht mit „Überbetreuung“, sondern mit gezielten Fortbildungsmaßnahmen reagieren sollte. So bieten TAG und VDI interkulturelle Seminare und „Soft Skills“ Workshops an, die den Studierenden die Integration in das deutsche Hochschul- und Alltagsleben erleichtern sollen.

Der DAAD wiederum investiert bewusst einen großen Anteil der finanziellen Mittel in die Betreuung und Integration von Familienangehörigen ihrer arabischen Stipendiaten, um diesen ein stabiles familiäres Umfeld zu bieten. Dies sei, so DAAD-Vertreterin Janique Bikomo, vor allem bei den männlichen Stipendiaten ein wichtiger Faktor für ein erfolgreiches Studium. Eine Maßnahme, die sich offenbar auszahlt: der DAAD kann mit Stolz auf eine hundertprozentige Erfolgsquote bei seinen deutsch-arabischen Masterstudiengängen verweisen.

Koordination der Betreuungsangebote

In der anschließenden Plenumsdiskussion wurde deutlich, dass es in Deutschland nicht an Betreuungsangeboten für arabische Studierende mangelt, wohl aber an umfassender Information über diese Angebote und eine engere Koordination und Kooperation zwischen den Betreuungsanbietern. Die alle anwesenden Institutions- und Organisationsvertreter betonten daher die Notwendigkeit einer verbesserten Kommunikation zwischen den Institutionen, sowie einer engeren Koordination untereinander.

Die lebhafte Teilnahme an der Diskussion zeigte, dass die DAFG mit dem Thema eine wichtige Debatte angestoßen hat, die auch in Zukunft von allen beteiligten Institutionen und Organisationen konstruktiv weitergeführt werden sollte.

Weitere Informationen über die DAFG e.V. erhalten Sie auf diesen Seiten. Falls Sie sich für eine Mitgliedschaft in der DAFG – Deutsch-Arabische Freundschaftsgesellschaft e.V. interessieren, lesen Sie bitte hier weiter.

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