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Fortsetzung der DAFG-Reihe „Zentren arabischer Kultur“ zu Córdoba

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Dr. Felix Arnold

Mit einem Vortrag von Dr. Felix Arnold vom Deutschen Archäologischen Institut (DAI) setzte die DAFG – Deutsch-Arabische Freundschaftsgesellschaft e.V. am 12. Juli 2012 die Reihe „Zentren arabischer Kultur“ im Instituto Cervantes in Berlin fort. Unter dem Titel „Córdoba: Ein islamisches Florenz“ berichtete Dr. Arnold von seinen Ausgrabungen in al-Rummaniya bei Córdoba und den sich daraus ergebenden Perspektiven auf die Einflüsse islamischer Hochkultur auf der Iberischen Halbinsel.

Dr. Felix Arnold ist Bauforscher und leitet seit 2006 die Grabungen in al-Rummaniya. Bis 2011 war er als Nachfolger von Christian Ewert Referent für islamische Baugeschichte an der Abteilung Madrid des Deutschen Archäologischen Instituts. Seither ist er an der Abteilung Kairo tätig und führt Grabungen in Elephantine und Dahschur durch.

In ihren Begrüßungsworten betonten sowohl Romy Leidig von der Kulturabteilung des Instituto Cervantes als auch DAFG-Vizepräsident Prof. Dr. Dietrich Wildung die ausgesprochen gute Zusammenarbeit beider Organisationen und bekundeten ihr Interesse an einer engen Kooperation im kulturellen Bereich. Prof. Dr. Wildung unterstrich zudem die Bedeutung Spaniens als Brücke zwischen der arabischen Welt und Europa.

Zu Beginn seines Vortrages verwies Dr. Felix Arnold auf die enorme Bedeutung Córdobas als eine der großen islamischen Metropolen, deren fortschrittliche Struktur bereits im Mittelalter heutigen Großstädten glich und die zudem kulturelles und geistiges Zentrum war. Anschließend stellte Dr. Arnold das deutsch-spanische Ausgrabungsprojekt der Villa des al-Durri vor, die sich etwa 2,5 Kilometer westlich der Palaststadt Madinat al-Zahra und etwa 10 Kilometer westlich der Altstadt von Córdoba befindet. Die 4,5 Hektar große Anlage erstreckte sich am Fuße der Sierra Morena über vier Terrassen und umfasste unter anderem ein großes Wasserbecken sowie mehrere Wohn- und Wirtschaftsbauten. Sie wurde ungefähr 966 n. Chr. erbaut und diente einem Finanzminister des Kalifen al-Hakam II. als Landsitz. Wie Dr. Arnold hervorhob, ähnelten die herrschaftlichen Villen sowie die Anordnung der Gebäude im damaligen Córdoba bereits denen im blühenden Florenz der Renaissance, was auch auf eine ähnliche Geisteshaltung in beiden Städten hinweise.

Im Anschluss an die archäologischen Einblicke entwickelte sich eine von Diskussion mit den Gästen des Abends, die von der DAFG-Geschäftsführerin Susanne Weiß moderiert wurde. Dabei wurden viele weitere Aspekte der islamischen Herrschaft auf der Iberischen Halbinsel angesprochen. Vor allem die arabischen Einflüsse auf Europa standen im Mittelpunkt des Interesses. Dr. Felix Arnold hob überdies die Verschmelzung verschiedenster Kulturen im islamisch regierten Còrdoba hervor, welches christliche, islamische, jüdische und römische Wurzeln, nicht nur in seiner Architektur, vereint habe. Hierbei wurde einmal mehr deutlich, dass das maurische Spanien noch viel Stoff für weitere Vorträge bietet.

Zum Ausklang des Abends luden das Instituto Cervantes und die DAFG – Deutsch-Arabische Freundschaftsgesellschaft e.V. beim anschließenden Empfang zum persönlichen Austausch in entspannter Atmosphäre.

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