DAFG, Kultur, Bildung & Wissenschaft

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Deutsch-arabischer Wissenschaftsaustausch - gemeinsame Veranstaltung von DAFG und DAAD

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Die gemeinsame Veranstaltung „Deutsch-arabische Zusammenarbeit in Entwicklung, Wirtschaft, Kultur und Politik“ der DAFG–Deutsch-Arabischen Freundschaftsgesellschaft und des Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD)  am 11. Mai 2011 beschäftigte sich mit dem deutsch-arabischen  Wissenschaftsaustausch und warf einen Blick auf die momentane Situation in der arabischen Welt und deren Beziehung zu Europa. Sie fand im Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) statt.

 

Deutsch-arabische Masterstudiengänge im Zentrum der Veranstaltung

 

Seit vier Jahren werden arabische und deutsche Postgraduierte in gemeinsamen Masterstudiengängen zu Experten der internationalen Entwicklungsarbeit ausgebildet. Bisher bestehen Masterstudiengänge in den Fächern Wasserressourcenmanagement (Amman/Köln), Ökonomischer Wandel(Damaskus/Marburg), Erneuerbare Energien (Kairo/Kassel). Der vierte Studiengang Internationales Bildungsmanagement startet ab September an der Universität Helwan bei Kairo und der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg.

Fester Bestandteil des Studiums ist das „Berlin-Modul“, in dem die Studierenden die Möglichkeit haben,  sich mit verschiedenen Ministerien und Fachausschüssen auszutauschen. Eine Gruppe der Studenten war auch bei der DAFG e.V. zu Gast. Dort stellte Ihnen die Geschäftsführerin Susanne Weiß die Arbeit der Gesellschaft vor und RA Wolf Schwippert, Mitglied des DAFG-Vorstands, hielt einen Vortrag über deutsch-arabische Wirtschaftsbeziehungen.

Auf der gemeinsamen Veranstaltung von DAFG und DAAD hieß zunächst Prof. Dr. Tilmann Brück, Leiter der Abteilung für Weltwirtschaft im DIW, die Gäste in den Räumlichkeiten des DIW willkommen und betonte die Bedeutung des Engagements für eine nachhaltige Entwicklung in der sich verändernden arabischen Welt. Prof. Dr. Matthias Weiter, DAFG-Beiratsmitglied und Koordinator der Beiräte der vier deutsch-arabischen Studiengänge, stellte die DAFG vor und wies auf ihre  Rolle im deutsch-arabischen Kultur- und Bildungsaustausch hin. In ihrem Grußwort erläuterte Prof. Dr. Dorothea Rüland, die Generalsekretärin des DAAD, das Ziel der deutsch-arabischen Studiengänge, gemeinsam an globalen Herausforderungen zu arbeiten, und rief die anwesenden arabischen Studenten dazu auf, an den Entwicklungen in ihren Ländern aktiv mitzuarbeiten.

Anschließend befragte Patrick H. Leusch von der Deutschen Welle Akademie, der kurzweilig durch den Abend führte, sechs Studenten der deutsch-arabischen Studiengänge über ihre bisherigen Erfahrungen und Erlebnisse. In den Interviews wurden die vielen Vorteile der binationalen Studiengänge auf beruflicher wie auch auf persönlicher Ebene deutlich. Die Studenten berichteten, dass sie in den Studiengängen neben harten Fakten auch zahlreiche soziale und interkulturelle Kompetenzen erwerben können. So wurde auf deutscher Seite die große arabische Flexibilität bei der Arbeit ebenso bestaunt wie auf der arabischen Seite, dass die Deutschen offenbar doch mehr Humor hätten als erwartet.

 

Islamwissenschaftlerin Prof. Gudrun Krämer und MdB Joachim Hörster über die gegenwärtigen Entwicklungen in der arabischen Welt

 

In den anschließenden Vorträgen von Prof. Dr. Gudrun Krämer, Professorin für Islamwissenschaft und Direktorin der Berlin Graduate School Muslim Cultures and Societies an der Freien Universität Berlin, sowie von Herrn Joachim Hörster, Mitglied des Deutschen Bundestages, standen die aktuellen Geschehnisse in der arabischen Welt im Vordergrund.

Prof. Krämer beleuchtete die Grundforderungen der vordemokratischen Bewegungen in der arabischen Welt: Freiheit, Teilhabe am gesellschaftlichen System, Gerechtigkeit und ein Rechtsstaat auf der Grundlage einer neuen Verfassung. Das gegenwärtige Drängen auf Demokratisierung in den arabischen Ländern orientiere sich ihrer Meinung nach zwar am Westen, aber es gehe nicht um eine einfache Übernahme des westlichen Gesellschaftsmodells. Es handele sich nicht um das „Ende der Geschichte“, sondern vielmehr sei es das Ende der Dekolonialisierung, was den Wunsch nach Authentizität zeige und idealerweise in ein Modell gründen werde, das gleichzeitig kosmopolitisch und verwurzelt in den jeweiligen nationalen Kulturen sei. Religion spiele im gegenwärtigen Transformationsprozess allerdings eine eher untergeordnete Rolle.

Joachim Hörster ging in seiner Rede auf die Bedeutung der arabischen Staaten als Nachbarn der Europäischen Union ein. Er skizzierte noch einmal die Entwicklungen in den europäisch-arabischen Beziehungen seit Beginn des Barcelona-Prozesses 1995 und ging auch auf die aktuellen Ereignisse in den unterschiedlichen arabischen Ländern ein, die Europas Außenpolitik vor neue Herausforderungen stellen. Hörster betonte die große Bereitschaft Deutschlands und Europas, die arabischen Länder dort zu unterstützen, wo es gewünscht ist.

Anschließend hatten die Studenten bei einem Empfang die Möglichkeit zum unmittelbaren Austausch mit den Vortragenden.

Hier finden Sie Eindrücke der Veranstaltung.

Diese Veranstaltung ist Teil des „Millennium Express“, in der sich Stipendiaten des DAAD für die Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen stark machen. Weitere Informationen finden Sie im Internet  www.millennium-express.daad.de

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