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Fotografie und Gesellschaft mit Amélie Losier

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Als außerordentlich starkes Medium bietet Fotografie die Möglichkeit, Realitäten, Stimmungen und Gefühlswelten einzufangen und auf einzigartige Weise abzubilden und erfahrbar zu machen. Im Rahmen der bereits 16. Veranstaltung des DAFG-Jour Fixe am 28. Juni 2018 war die Fotografin Amélie Losier zu Gast in der DAFG-Geschäftsstelle, um über ihren beruflichen Werdegang, ihre verschiedenen Projekte und Arbeiten und insbesondere ihre aktuelle Ausstellung „SAYEDA – Frauen in Ägypten“ zu sprechen, die noch bis zum 12. August im Haus am Kleistpark zu sehen ist. Moderiert wurde die Veranstaltung von DAFG-Projektkoordinator Jan-Philipp Zychla.

Nach ihrem Studium der deutschen Literatur und Kultur in Paris kam Amélie Losier 2001 nach Berlin, um an Arno Fischers Schule Fotografie am Schiffbauerdamm (fas) Dokumentarfotografie zu studieren. Seitdem lebt und arbeitet Losier als freiberufliche Fotografin in der deutschen Hauptstadt. Schon als Kind sei eine Kamera durchgehend präsent gewesen und ihre Faszination für Fotografie daher bereits sehr früh entstanden, erzählt Losier, spezialisiert habe sie sich dann allerdings bald auf Porträt- und Straßenfotografie. Von einer Fotoreportage in Buenos Aires über den Jugendclub Diego Maradonas die Argentinos Juniors, zu Serien über Frauen in New York oder den Backstage-Bereich der Berlinale – ihre Arbeiten sind sehr vielfältig und international. Dennoch lässt sich als verbindendes Element, das sich durch Losiers gesamtes Werk zieht, ein Fokus auf Menschen feststellen, die sich im gesellschaftlichen Schatten bewegen und abseits des medialen Scheinwerferlichts ihren Alltag bestreiten: „Invisible People: Nightworkers“ beispielsweise porträtiert nicht etwa das rauschende Nachtleben, sondern Menschen, deren Arbeit in der Nacht stattfindet, im Krankenhaus, der Fabrik oder als PolizistIn auf der Straße.

Losiers zentrales Thema sind allerdings Frauen und Frauenrechte. Ihre Porträts von Frauen in der Metropole New York, die im Fotobuch „Just like a women“ und dem gleichnamigen Fotofilm zu sehen sind, bilden nicht nur ihre Protagonistinnen ab, sondern stellen auch die Stadt selbst auf eine selten gesehene und äußerst lebendige Weise dar. In ihrer wohl persönlichsten Arbeit, Les mots s'envolent: la mémoire en exil (words are flying away: the exiled memory), begleitete sie ihre an Alzheimer erkrankte Großmutter. Entstanden ist ein bewegender Fotofilm, der über Erinnerungsprozesse und das Altern an sich nachdenkt.

Die Protestbewegungen des sogenannten „arabische Frühling“ lenkten Losiers Aufmerksamkeit auf den arabischen Raum. Insbesondere die Rolle und der Aktivismus von Frauen im Rahmen der Demonstrationen auf dem Tahrir-Platz in Kairo hinterließen eine nachhaltige Wirkung. Seitdem ist Losier mehrere Male nach Ägypten gereist, um Porträts von Frauen aus unterschiedlichsten Milieus und in verschiedenen Lebenssituationen zu machen und so gängigen Vorurteile entgegenzutreten: In der Ausstellung „SAYEDA – Frauen in Ägypten“ sind 31 Porträts zu sehen, darunter Frauen, die als Taxifahrerin oder Unternehmerin tätig sind oder in verschiedenen Beziehungsverhältnissen stehen (verliebt, verlobt, verheiratet – getrennt oder geschieden). Losier arbeitete nicht nur in unterschiedlichen Kairoer Milieus, sondern besuchte Alexandria und die Oase al-Fayyūm. Durch diese Vielfältigkeit werden so nicht nur gesellschaftliche Trennlinien sichtbar (bspw. Stadt-Land oder arm-reich), sondern ein selbstbewusstes Panorama starker Frauen abgebildet, die auf die eine oder andere Weise als Stützen der Gesellschaft und ihres Umfeldes aktiv sind.

Wer sich selbst ein Bild von der Ausstellung machen möchte, kann dies noch bis zum 12. August 2018 im Haus am Kleistpark tun. Das Buch zur Ausstellung ist bei Nimbus erschienen. Weitere Informationen zu Amélie Losier sind auf ihrer Website zu finden.

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