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Prof. Georges Tamer zu Gast in der DAFG e.V.

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Humor ist eine ernste Sache!
Buchvorstellung mit Georges Tamer

Am 24. Oktober 2009 hatte die DAFG e.V. zu einer Veranstaltung am Samstagnachmittag geladen, und es kamen mehr als 50 Personen, die Vorstandsmitglied Prof. Dr. Friedemann Büttner auf das Herzlichste begrüßte. Die Vorstellung des Gastes von der Ohio State University, Prof. Dr. Georges Tamer, übernahm der Arabist Andreas Islebe mit einem kurzen Abriss von Tamers Werdegang und seinen wissenschaftlichen Interessen.

Tamer selbst ergänzte, dass er zwar Philosophie und Religionswissenschaft studiert habe, sich aber dennoch nicht auf das eine oder andere festlegen lassen würde. Er lasse sich nicht gern in Schubladen schieben, vielmehr sei er von allem etwas. Seine Neugierde treibe ihn dazu, alles zu hinterfragen, auch Themen, die zunächst einmal banal erscheinen, und sie wissenschaftlich zu betrachten.

Nach einer Begegnung in einem Berliner Geschäft, wo sich zwei Frauen unterhielten und sich fragten, ob Araber Humor haben, ob sie überhaupt lachen können, kam die Idee auf, das Thema doch einmal eingehender zu untersuchen.

„Humor ist eine ernste Sache! Jedenfalls, wenn Wissenschaftler sich damit befassen.“ So begann Tamer den Einstieg in das Thema. Er hatte im Sommer 2007 ein Symposium organisiert, zu dem namhafte Wissenschaftler aus aller Welt kamen, um sich ernsthaft mit dem Humor auseinanderzusetzen. Da ging es in grundlegenden Beiträgen um die Frage nach Humor in den drei monotheistischen Religionen, um den Humor in der Antike, der gemeinsamen Geschichte, welche Aspekte zum Humor gehören u.v.m.

Alle Völker erzählen Witze, auch die Araber. Überall gibt es Witzfiguren, über die gespottet und gelacht wird, wie etwa über die Saïdi, die Oberägypter. Aber nicht alle können über dasselbe lachen. Der gegenwärtige arabische Humor ist oft politisch geprägt, wie sich in der Diskussion mit den Besuchern der Veranstaltung herausstellte, da für viele Menschen, die in schwierigen Verhältnissen leben, Humor ein Ventil ist, ihrem Frust und Ärger Luft zu machen. Das zeigte sich auch in diversen Ausstellungen in Berlin mit arabischen Karikaturen. Die  weltweiten Auseinandersetzungen zwischen westlichen und arabischen Gesellschaften über die Mohamed-Karikaturen waren, nach Tamers Aussage, für ihn einer der Gründe, diese Konferenz in Berlin abzuhalten, um das Vorurteil zu widerlegen, Araber hätten keinen Humor und könnten nicht lachen. Andererseits sieht Tamer es als ein Zeichen von Respekt, keine Witze über heilige Bücher und Propheten zu machen.

Fazit: Wenn Menschen unterschiedlicher Herkunft miteinander lachen können, haben sie ein gutes Stück Integrationsarbeit geleistet, und unsere Welt wird umso friedlicher, je mehr Menschen miteinander lachen.

Fotos von der Veranstaltung sehen Sie hier.

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