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DAFG-Arabischkurse im Online-Format

Die beiden derzeit laufenden DAFG-Arabischkurse für Fortgeschrittene werden momentan online fortgesetzt. Ein

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DAFG verschiebt alle Veranstaltungen aufgrund des Coronavirus

Aufgrund der Corona-Pandemie hat die DAFG e.V. entschieden, bis auf Weiteres alle Veranstaltungen sowie den

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DAFG, Kultur, Bildung & Wissenschaft

DAI-DAFG Reihe: Vortrag Dr. Bernd Müller-Neuhof

Frühbronzezeitliche Siedlungen im Nordosten Jordaniens standen im Mittelpunkt des Vortrags von Privatdozent Dr. Bernd

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DAFG, Politik

Hundert Jahre Libanon 1920–2020

Der Libanon ist ein Schlüsselstaat in der Region und durch gesellschaftliche Vielfalt und Diversität gekennzeichnet. Am

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DAFG, Politik

Hintergrundgespräch mit S.E. Dr. Mohammad Al-Issa

In Kooperation mit dem Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) lud die DAFG – Deutsch-Arabische

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Berlin-Modul der GAMP-Studiengänge

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Im Rahmen des Berlin-Moduls kamen die rund 80 Studenten der fünf Deutsch-Arabischen Masterprogramme (GAMP) vom 28. Mai bis 3. Juni 2016 in Berlin zusammen. Seit ihrer Lancierung im Jahr 2007 werden die Doppelmasterstudiengänge von der DAFG – Deutsch-Arabische Freundschaftsgesellschaft e.V. unterstützt. Ziel der Arbeitswoche, die jährlich in Berlin stattfindet, war es wieder unter anderem einen exklusiven Einblick in das politische Leben der Hauptstadt zu gewinnen. Zusätzlich bot sich die Möglichkeit, die vielfältigen Berufsmöglichkeiten im Bereich der deutsch-arabischen Beziehungen kennenzulernen und interessante Kontakte zu knüpfen. So standen neben einem Besuch im Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) und zahlreichen Input-Referaten von Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft auch thematische Workshops und ein „Markt der Möglichkeiten“ an, bei dem sich politische Stiftungen und andere Organisationen den Studierenden vorstellen konnten.

Offiziell eröffnet wurde die Arbeitswoche am 30. Mai im BMZ. Neben Dr. Matthias Weiter und Dr. Claus-Peter Haase, Koordinatoren des Berlin-Moduls, hießen unter anderem auch Prof. Dr. Mohammed Ghoneim, Kulturattaché der ägyptischen Botschaft in Berlin, und Dr. Susanne Neubert, Direktorin des Seminars für ländliche Entwicklung an der Humboldt-Universität zu Berlin, die Teilnehmer willkommen. Die DAFG war mit Geschäftsführer Björn Hinrichs vertreten. In seinem Grußwort hob er hervor, wie wichtig die deutsch-arabischen Studiengänge seien, um die Beziehungen zwischen Deutschland und der arabischen Welt in allen Bereichen zu fördern und für die Zukunft zu festigen. Hier betonte er vor allem die Rolle der einzelnen Studierenden, die ihre fachliche Expertise und interkulturelles Verständnis als zukünftige „Botschafter“ in der internationalen Gemeinschaft einsetzen, und so neue Perspektiven aufzeigen sollen. Es sei bemerkenswert, dass sich mittlerweile nicht nur Deutsche und Araber für GAMP-Studiengänge bewerben, sondern auch Studenten aus über zehn weiteren Nationen weltweit. Zum Schluss lud Herr Hinrichs die Teilnehmer herzlich dazu ein, mit der DAFG e.V. in Zukunft im Bereich deutsch-arabische Beziehungen und Entwicklungen in der arabischen Welt zusammenzuarbeiten und ein Teil ihres Netzwerks zu werden.

Referat von Bernd Erbel in der DAFG e.V.

Nachdem die Masterstudenten nachmittags in themenspezifischen Workshops arbeiteten, versammelte sich die gesamte Gruppe abends erneut in den Räumlichkeiten der DAFG e.V. zu einem Referat von Bernd Erbel, Botschafter a.D., zum Thema "Interests, Principles and Actors of German Foreign Policy in the MENA Region". Er nahm die aktuelle Flüchtlingskrise als Ausgangspunkt für einen generellen und langfristigen Blick auf die Beziehungen und Interessen von Deutschland im Nahen Osten. Diese unterteilte er in wirtschaftliche, politische, sicherheitsbasierende und migrationsbedingte Kategorien. Besonders erwähnte Herr Erbel, dass, anders als oft angenommen, wirtschaftliche Interessen nicht die treibende Kraft im deutsch-arabischen Kontext sind, sondern vielmehr politische Anliegen von der Bundesregierung priorisiert werden. Deshalb widmete er sich vorrangig der Position der Bundesregierung im Nahost-Konflikt und den Dynamiken der deutsch-israelischen Beziehungen. Darüber hinaus gab er Einsicht in die aktuellen Entwicklungen im Irak und Syrien und sprach sich an deren Beispiel für die Erhaltung der Eigenstaatlichkeit im Falle der Ermangelung an einer sinnvollen Alternative aus.

Im Anschluss an das aufschlussreiche Referat, bot sich den Teilnehmern die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Es folgte eine angeregte Diskussion zu Deutschlands Nahost-Politik und der politischen Lage in der Region. Auch nach dem offiziellen Teil nutzten die Studenten zudem die Gelegenheit, sich mit dem Botschafter a.D. persönlich auszutauschen.

„Markt der Möglichkeiten“ im Wissenschaftsforum

Beim „Markt der Möglichkeiten“, der am Dienstagvormittag im Wissenschaftsforum stattfand, waren neben der DAFG e.V. und zahlreicher politischer Stiftungen auch weitere Organisationen aus dem Bereich Entwicklung und deutsch-arabischer Kooperation vertreten. In dem Rahmen bot sich den GAMP-Studierenden die Möglichkeit, sich persönlich mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft auszutauschen und detaillierte Informationen zu deren Arbeitsfeldern zu sammeln. Die Studenten trugen sich in ausliegende Verteilerlisten ein, tauschten Kontaktdaten aus, und taten so wichtige Schritte zum Aufbau eines eigenen Netzwerks in diesem Bereich. Viele nutzen dazu die Gelegenheit um Organisationen direkt mit konkreten Projektideen oder Berufsvorstellungen anzusprechen, und gewannen so wichtige neue Informationen.

Insgesamt war das Berlin-Modul auch dieses Jahr wieder ein voller Erfolg. Neben interessanten inhaltlichen Einblicken profitierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor allem von dem Austausch untereinander und dem persönlichen Kennenlernen von Repräsentanten aus Politik und Wirtschaft.


Victoria Hugelshofer

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