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Deutsch-Algerisches Netzwerktreffen

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Netzwerke aufbauen, Kooperationen inspirieren: Mit diesem Ziel fand am 3. Juni 2015 das erste deutsch-algerische Netzwerktreffen für Studierende und Akademiker an der Technischen Universität Berlin statt. Das Treffen wurde von der Algerischen Gemeinschaft in Berlin in Kooperation mit der DAFG – Deutsch-Arabischen Freundschaftsgesellschaft e.V., Alumni TU Berlin und der Botschaft der Demokratischen Volksrepublik Algerien organisiert.

Das Treffen sollte Akademiker und Studierende aus Algerien und Deutschland, sowie Vertreter von Forschungszentren, Universitäten und relevanter Förderorganisationen ins Gespräch bringen, die Hochschulkooperation zwischen Algerien und Deutschland stärken und den Aufbau eines deutsch-algerischen Wissenschaftsnetzwerkes ermöglichen.

Der Botschafter der Demokratischen Volksrepublik Algerien und Vorstandsmitglieder der DAFG, S.E. Nor-Eddine Aouam, hob in seinem Grußwort die Bedeutung dieses deutsch-algerischen Netzwerktreffens hervor und begrüßte die Initiative der Algerischen Gemeinschaft in Berlin. „Studierende sind zweifellos unser Kapital“, betonte S.E. Aouam den Stellenwert, den Bildung in der algerischen Gesellschaft hat. Um dieses Kapital jedoch effektiv zu nutzen, sei es nötig nicht nur bestehende deutsch-algerische Hochschulkooperationen wie die zwischen der Ecole Polytechnique d’Architecture et d’Urbanisme (EPAU) in Algier und der TU Berlin zu pflegen, sondern auch weitere, neue Kooperationen zu einzugehen. Erfolgreicher akademischer Austausch und Wissenstransfer, so Aouam, sei notwendig, um die Brücken von Partnerschaft und Freundschaft zwischen Deutschland und Algerien zu pflegen. Um dies zu unterstreichen, signalisierte er die Bereitschaft von Seiten der Botschaft, Kooperationsinitiativen von algerischer oder deutscher Seite mit allen Kräften zu unterstützen. Ausdrücklich dankte er in diesem Zusammenhang der DAFG e.V. für ihre Kooperation und ihr Engagement, durch das immer wieder eine Atmosphäre zu geschaffen werden könne, in der ein fruchtvoller deutsch-arabischer Austausch möglich ist.

Viel Potential für deutsch-algerische Kooperation

Im Anschluss an die Eröffnung stellte Dr. Ingo Meyer, Leiter der Stabsstelle Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Alumni der TU Berlin, das Alumniprogramm der Universität vor und betonte, dass gerade im Vergleich mit den anderen Maghreb-Staaten, die Zahl der algerischen Studierenden an der TU Berlin relativ gering sein. Es gäbe aber von Seiten der TU Berlin Interesse, diese Zahl zu erhöhen. Wichtig sei dies vor allem auch, damit weiterhin die in den achtziger Jahren entstandenen algerischen Alumninetzwerke gepflegt, verjüngt und erweitert werden könnten. Nur so sei es möglich, eine effektive Alumniarbeit zu garantieren. Der Wille und das Potential zu mehr Kooperation seien auf jeden Fall vorhanden.

Dieses Potential sieht auch Christina Stahlbock, DAAD-Referentin für Veranstaltungen im politischen Raum. Sie stellte kurz die Aktivitäten des DAAD in der MENA Region vor, die für den DAAD zu einer der wichtigsten Regionen zählt. Jedoch ist die Zahl vom DAAD geförderter Studenten und Wissenschaftler mit 62 algerischen Stipendiaten und 52 Deutschen, die in Algerien studieren oder forschen, noch vergleichsweise gering und ausbaufähig.

Wie eine erfolgreiche deutsch-algerische Hochschulkooperation tatsächlich in der Praxis aussehen kann und welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, erklärte dann Prof. Rainer Mertes, emeritierter Professor der TU Berlin, anhand der bestehenden Kooperation zwischen der EPAU und der TU Berlin, die er hauptverantwortlich initiierte und organisierte. Über den Erfolg einer Kooperation, so Mertes, entscheide aber nicht nur die Höhe der finanziellen Förderung. Wichtig sei vor allem die Motivation und das persönliche Engagement der Beteiligten.

Dass dieses Engagement im Falle der Organisatoren des Treffens vorhanden ist, machte im Anschluss der algerische Doktorand Rheda Mazoun deutlich, auf dessen Initiative das deutsch-algerische Netzwerktreffen zurückgeht. Er skizzierte mit Leidenschaft seine Vision eines belastbaren und effektiven deutsch-algerischen Netzwerks und fruchtbringender Hochschulkooperationen. Die folgende Präsentation der Forschungsprojekte algerischer Doktoranden bestätigte seinen Enthusiasmus und verdeutlichte das in der Tat große akademische Potential algerischer Studierender gerade im Bereich erneuerbarer Energien, IT und Recycling, das durch effektive deutsch-algerische Hochschulkooperationen nutzbringend für beide Länder genutzt werden könnte.

In der abschließenden Diskussionsrunde wurde klar, dass auf allen Seiten großes Interesse an einer Fortführung des deutsch-algerischen Austausches besteht. Daher soll auch in Zukunft die deutsch-algerische Kooperation mit verschiedensten Aktivitäten gestärkt und ausgebaut werden.

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